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Umgestaltung Seeplatz / Parkhaus Dorfhalde

Ausgabenbewilligung von 1.55 Millionen Franken für die Durchführung eines Projektwettbewerbs mit anschliessender Vertiefung zur Umgestaltung des Seeplatzes sowie eines Planerwahlverfahrens (Submission) zur Erlangung eines Bauprojekts für ein Parkhaus mit etwa 250 Parkplätzen am Standort «Dorfhalde»

Der Bezirk will den Seeplatz zu einem attraktiven Freiraum umgestalten und die Parkplatzsituation im Zentrum lösen. Für die Umgestaltung des Seeplatzes wird ein anonymer Projektwettbewerb im offenen Verfahren vorgeschlagen, dessen Siegerprojekt zu einem Bauprojekt weiterentwickelt wird. Als Ersatz für die wegfallenden Parkplätze ist am Standort «Dorfhalde» die Planung und spätere Realisierung eines Parkhauses mit etwa 250 Parkplätzen vorgesehen. Hierfür soll mittels eines öffentlichen Planerwahlverfahrens (Submission) ein geeignetes Planerteam beauftragt werden, ein Bauprojekt zu erarbeiten.

Ausgangslage

Der Seeplatz liegt mitten im historischen Ortskern von Küssnacht, zwischen dem Vierwaldstättersee und der katholischen Kirche. Derzeit wird der Platz hauptsächlich als Parkplatz genutzt und umfasst 75 öffentliche Parkplätze. Die Zufahrt erfolgt über die enge und stark frequentierte Begegnungszone «Unterdorf». Zusammen mit dem Parkplatz «Monséjour» bietet das Zentrum insgesamt 160 Parkplätze für Beschäftigte, Kunden und Besucher. In seinem räumlichen Entwicklungskonzept (REK) definiert der Bezirk Küssnacht konkrete Ziele für die zukünftige Siedlungsentwicklung, darunter als eines der Hauptziele die Schaffung eines attraktiven Freiraums im Bereich des Seeplatzes mit einhergehender Lösung der Parkplatzsituation im Zentrum. Die Bevölkerung bewertete dieses Ziel im Rahmen der Online-Mitwirkung von November bis Dezember 2020 sehr positiv. Daraufhin initiierte der Bezirksrat das Projekt zur Aufwertung des Seeplatzes und zur Verbesserung der Parkierungssituation im Zentrum.

Vom 16. August bis 6. September 2024 nahm die Bevölkerung erneut aktiv an einer Online-Mitwirkung zur Weiterentwicklung des Seeplatzes und der damit zusammenhängenden Parkplatzlösung teil. Rund 1’500 Personen beteiligten sich, von denen sich 73 Prozent für einen weitgehend autofreien, multifunktionalen Frei- und Begegnungsraum aussprachen. Die Wünsche umfassen insbesondere zusätzliche Sitzgelegenheiten am See, Baumpflanzungen und öffentliche Toiletten. Die angestrebte Umgestaltung erfordert die Aufhebung der meisten Parkplätze auf dem Seeplatz. Zur Kompensation und zum Erhalt eines angemessenen Parkplatzangebots im Zentrum ist die Planung eines Parkhauses am Standort «Dorfhalde» vorgesehen.

Projektwettbewerb zur Umgestaltung des Seeplatzes

Der Seeplatz soll auf Grundlage eines hochwertigen Freiraumkonzepts zu einem attraktiven Aufenthalts- und Erholungsraum umgestaltet werden. Dazu wird ein anonymer, öffentlich ausgeschriebener Projektwettbewerb für Planerteams aus Landschaftsarchitektur und Architektur durchgeführt. Eine Jury aus Fach- und Sachvertretern sowie weiteren Experten prüft die Eingaben und bestimmt ein Siegerprojekt, das weiter ausgearbeitet wird.

Die Planung berücksichtigt übergeordnete und kommunale Vorgaben sowie die Bedürfnisse der Bevölkerung. Der Projektperimeter umfasst den gesamten Seeplatz inklusive Minigolfanlage, angrenzende Grundstücke, den Rathaus-Vorplatz und den Übergang zur Quaistrasse.

Ziel ist eine höhere Aufenthaltsqualität durch weniger Versiegelung und mehr standortgerechte Bepflanzung. Der Platz soll multifunktional nutzbar bleiben; die Chilbi ist möglich, aber nicht zwingend. Der Hafenbereich wird aufgewertet, auf teure Wasserbauten und Hochbauten wird verzichtet. Eine Neuorganisation von Minigolf, Bootsvermietung und öffentlichen Toiletten ist denkbar. Fuss- und Veloverkehr, notwendige Zufahrten sowie eine kleine Zahl an Parkplätzen – insbesondere für mobilitätseingeschränkte Personen – bleiben erhalten.

Planerwahlverfahren zur Erlangung eines Bauprojekts für das Parkhaus «Dorfhalde»

Zur Lösung der Parkplatzsituation im Zentrum wurden mehrere Standorte geprüft. Gestützt auf Studien, die Bevölkerungsbefragung 2024 und verkehrstechnische Überlegungen empfiehlt der Bezirksrat den Standort «Dorfhalde». Mit den betroffenen Grundeigentümern besteht eine Absichtserklärung als Grundlage für die weitere Planung. «Monséjour» wird aus Verkehrs-, Umwelt- und Bundesinteressen ausgeschlossen; «Räbmatt» bleibt eine Rückfalloption.

Geplant ist ein unterirdisches Parkhaus «Dorfhalde» nahe dem historischen Zentrum, das wegfallende Parkplätze am Seeplatz kompensiert, das Angebot ergänzt und das Zentrum entlastet. Der Perimeter umfasst die Grundstücke KTN 931–936 sowie 938 und 939; die Erschliessung erfolgt über die Grepperstrasse mit Anschluss an die Südumfahrung.

Eine Machbarkeitsstudie zeigt, dass rund 250 Parkplätze das beste Kosten-Nutzen-Verhältnis bieten; dieser Wert gilt als Richtgrösse. Die Planung erfolgt über ein öffentliches Planerwahlverfahren. Das ausgewählte Team (Bauingenieur, Architekt, Landschaftsarchitekt plus Fachexperten) erarbeitet im Vorprojekt konkrete Lösungen zu Dimensionierung, Gestaltung, Zugängen und Kosten – unter Einbezug der Grundeigentümer und einer Echogruppe aus Politik, Gewerbe, Gastronomie und Tourismus.

Verknüpfte Sachvorlagen

Die Neugestaltung des Seeplatzes und das Parkhaus «Dorfhalde» werden aufgrund der grossen Abhängigkeiten zueinander als eine Sachvorlage für die Bezirksgemeinde traktandiert und gemeinsam zur Abstimmung gebracht. Dies ist mit der Zielsetzung gemäss behördenverbindlichem räumlichem Entwicklungskonzept (REK) und insbesondere der Stellungnahme der kantonalen Denkmalpflege zu begründen. Der Standort «Dorfhalde» ist im Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) mit höchstem Erhaltungsziel bezeichnet. Die Realisierung eines Parkhauses in diesem Bereich ist also als Beeinträchtigung des Ortsbildes einzustufen. Demgegenüber stellt die Umgestaltung des Seeplatzes eine Aufwertung des nationalen Ortsbildes dar und kann als kompensatorische Massnahme herangezogen werden. Einer entsprechenden Beeinträchtigung des Ortsbildes im Gebiet «Dorfhalde» ohne gleichzeitige Kompensation würden gemäss Aussagen der Denkmalpflege schlicht die Argumente fehlen. Der Bezirksrat möchte so zudem vermeiden, dass durch eine separate Projektierung ein Ungleichgewicht bei den Parkplatzflächen im Zentrum von Küssnacht entsteht.

Planungskosten

Planungskosten Neugestaltung Seeplatz 480'000 Franken
Planungskosten Parkhaus Dorfhalde 1'070'000 Franken
Beantragte Ausgabenbewilligung 1'550'000 Franken

Zeitplan

Vorbehaltlich der Zustimmung der Stimmberechtigten am 8. März 2026 starten die Vorbereitungen für den Projektwettbewerb «Umgestaltung Seeplatz» und das Planerwahlverfahren für das Parkhaus «Dorfhalde» im Frühling 2026.

Für den Seeplatz wird zunächst das Wettbewerbsprogramm mit der Jury bereinigt und verabschiedet, danach öffentlich ausgeschrieben. Die Planerteams erarbeiten ihre Projekte bis August 2026. Jurierung, Preisvergabe und Ausstellung folgen im Oktober. Das Siegerprojekt wird bis Ende 2027 zum Bauprojekt weiterentwickelt.

Auch für das Parkhaus erfolgt ein strukturiertes Auswahlverfahren. Bis Mai 2026 werden die Ausschreibungsunterlagen erstellt, anschliessend werden Angebote eingeholt und ein erfahrenes Planerteam bestimmt. Dieses erarbeitet ein Vorprojekt und entwickelt daraus bis Ende 2027 das Bauprojekt.

Die Ausgabenbewilligung für den Bau ist nicht Teil der aktuellen Vorlage und wird den Stimmberechtigten später separat unterbreitet.

Annahme am 8. März 2026

Die Stimmberechtigten haben am 8. März 2026 die Ausgabenbewilligung zur Planung für die Umgestaltung des Seeplatzes und das Parkhaus am Standort Dorfhalde gutgeheissen. 

Frühere Beiträge zum Thema

Ergebnisse der Parkplatz-Umfrage liegen vor (4. Oktober 2024)

Die Bevölkerung wird zu den Parkplätzen befragt (16. August 2024)

Abklärungen für Parkhaus bei der Dorfhalde laufen (26. Juli 2024)

Bezirk Küssnacht analysiert Parkplatz-Nutzungen (18. September 2023)

Der Bezirk sammelt Daten zu zwei Parkplätzen (19. Juni 2023)