Die erste Informationsrunde zum «Sunnehof» in Immensee bestreiten Petra Gamma, Bezirksrätin und Präsidentin der Aufsichtskommission, Säckelmeister Peter Küng und Gerhard Ineichen, Leiter des Alters- und Pflegeheims.
Die Zahlen des ersten Quartals 2021 zeigen, dass die finanziellen Probleme des «Sunnehofs» auf der Einnahmenseite liegen. «Die Ausgaben haben wir im Griff. Sehr positiv wirkt sich aus, dass wir momentan keine temporären Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigen und entlöhnen müssen, dies ganz im Gegensatz zum Corona-Jahr 2020», betont Gerhard Ineichen.
Auf der Einnahmenseite fällt die gegenwärtig schlechte Auslastung des Alters- und Pflegeheims ins Gewicht. Seit Januar 2021 liegt die Auslastung bei rund 78 Prozent. Der «Sunnehof» verzeichnet zurzeit vor allem Eintritte von Feriengästen und weniger definitive Heimeintritte.
Zwei Hauptgründe sind dafür verantwortlich, dass es zurzeit schwierig ist, die Betten zu belegen:
Wie kann diese schwerwiegende Blockade, welche sich negativ auf den Betrieb des «Sunnehofs» auswirkt, aufgelöst werden? «Das Vertrauen in die Heime und in eine stabile Zukunft muss zurückkommen. Weitere Öffnungen sind wichtig und notwendig», ist Gerhard Ineichen überzeugt. Der «Sunnehof» befinde sich diesbezüglich auf dem richtigen Weg. «Bewohnerinnen und Bewohner können ihre Angehörigen wieder im Haus ohne Voranmeldung empfangen. Sie können zusammen spazieren gehen, bei schönem Wetter auf der Terrasse die Aussicht geniessen und zu den Angehörigen nach Hause. Viele Freiheiten sind zurückgekehrt. Wir befinden uns auf dem Weg zur Normalität.»
Nachdem die neuformierte «IG pro Sunnehof» den Medien eine Liste mit über 30 Fragen an den Bezirksrat übergeben hatte, trafen sich Delegationen des Bezirksrats und der IG in der letzten Woche zu einem Gespräch. «Dabei haben wir herausgestrichen, dass beide Seiten das gleiche Ziel verfolgen, nämlich das Wohl der Bewohnerinnen und Bewohner des Alters- und Pflegeheims», halten Bezirksrätin Petra Gamma und Säckelmeister Peter Küng fest. Der Gesamtbezirksrat werde an seiner nächsten Sitzung die Fragen der «IG pro Sunnehof» besprechen. Er bleibe in Kontakt mit der IG, sei offen für Anregungen und werde einzelne Themen in seine neue Informationskampagne einfliessen lassen.
Namens des Bezirksrats dankten Petra Gamma und Peter Küng zuerst dem ganzen «Sunnehof»-Team für den grossen Einsatz, welcher in den letzten, sehr schwierigen Monaten geleistet wurde.
Die verschiedenen Medienberichte hatten zu einer Unruhe und zu verschiedenen Fragen im Team des «Sunnehofs» geführt. Deshalb war es dem Bezirksrat wichtig, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus erster Hand über die gegenwärtige Situation und die Strategie des Bezirks für die nähere Zukunft zu informieren. Die wichtigsten Kernbotschaften lauteten:
Die negativen Meldungen in den Medien hätten sie weder beunruhigt noch unsicher gemacht, sagt Janine Hofmann, Teamleiterin Service. Sie arbeite gerne im «Sunnehof» und fühle sich dort sehr wohl. «Trotzdem war es natürlich wichtig, dass das Team auf diesem Weg informiert wurde. Für das Vertrauen war dieser Anlass sehr gut. Ich weiss jetzt, dass der Bezirksrat die Situation sehr ernst nimmt, in den Medien Stellung bezieht und mit gezielten Massnahmen Verbesserungen anstrebt.» Janine Hofmann wünscht sich, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch in Zukunft in den laufenden Prozess miteinbezogen werden.
(Mitteilung vom 12. Mai 2021)