Zwischen Küssnacht und Merlischachen befindet sich die Königin-Astrid-Kapelle. Sie wurde zur Erinnerung an die belgische Königin Astrid errichtet, die am 29. August 1935 an dieser Stelle bei einem Autounfall tödlich verunglückte.
Aus Sicherheitsgründen und im Zuge der Verkehrssicherheit wurde die Kapelle im Jahr 1960 an die untere Strassenseite, ans Seeufer, verlegt. Die Versetzung der etwa 150 Tonnen schweren Kapelle war ein ambitioniertes Projekt. Das Bauwerk wurde mit einem betonierten Balkenrost unterfangen, anschliessend um 150 Grad gedreht, um zweieinhalb Meter gesenkt und mehr als 30 Meter in Richtung Küssnacht verschoben. Am 1. April 1960 erfolgte die Überquerung der Strasse bis hin zum vorbereiteten neuen Fundament. Ende 1960 waren die Sanierungsarbeiten zum grossen Teil abgeschlossen.
Jedes Jahr findet am 29. August eine öffentliche Gedenkfeier für die verstorbene Königin Astrid statt. Anlässlich ihres 50. Todestages wurde das belgische Königshaus zu einer Gedenkfeier eingeladen. König Baudouin, Königin Fabiola, Thronfolger Prinz Albert, seine Frau Paola und die Grossherzogin Joséphine Charlotte von Luxemburg nahmen daran teil.
Am 29. August 2010 besuchte König Albert II. die Gedenkstätte und die Messe für seine vor 75 Jahren verstorbene Mutter. Am 29. August 2015 gedachte der belgische König Philippe bei einem Privatbesuch in Küssnacht seiner toten Grossmutter Astrid. Der 55-jährige Monarch wurde von seinem 12-jährigen Sohn Prinz Gabriel begleitet. Es war für beide der erste Besuch der Unfallstelle.