
Kaum ein Anlass ist in Küssnacht so wichtig wie das alljährliche Klausjagen. Um Punkt 20.15 Uhr am 5. Dezember eröffnet der Knall eines Böllerschusses den traditionsreichen Umzug. Zeitgleich erlöschen die Lichter und ein Jubelschrei ertönt. Entlang der verdunkelten Strassen warten bis Tausende Zuschauerinnnen und Zuschauer auf den Umzug, der mit den Geisselklepfern startet. Diese bahnen dem restlichen Umzug den Weg frei. Die rund 200 bis zu über 2.5 Meter grossen «Iffele» sorgen mit ihren kunstvoll gestanzten Figuren und Ornamenten immer wieder für spontanen Applaus. Es folgt der Samichlaus, belgeitet von seinen Schmutzli und beleuchtet von Fackelträgern, schliesslich die Musik mit dem schaurig-schönen Dreiklang und gegen tausend Trichler. Den Abschluss des mystischen Zugs bilden die Hörner mit ihrem immer gleichen, unheimlichen Ruf. Über 1500 Männer beteiligen sich jedes Jahr am traditionellen Küssnachter Klausumzug, dem wohl imposantesten und berühmtesten seiner Art. Die St. Niklausengesellschaft ist Veranstalterin des Küssnachter Klausjagens.
Mehr über das Klausjagen erfahren
Der Bezirksrat verleiht den Küssnachter Kulturpreis in den Bereichen bildende und angewandte Kunst, Musik, Tanz, Literatur, Theater, Film/Video, Foto, Architektur und Brauchtum sowie sozio-kulturelle Aktivitäten als Anerkennung und Dank seitens des Bezirkes für besondere kulturelle Leistungen oder ausserordentliche Verdienste. Geehrt werden damit Einzelpersonen oder Gruppen, die sich über längere Zeit aktiv in besonderem Masse am kulturellen Leben in Küssnacht beteiligt oder verdient gemacht haben und die mit ihren Leistungen kommunale, regionale oder überregionale Beachtung gefunden haben.
Der Küssnachter Kulturpreis wird in der Regel alle zwei Jahre vergeben. Er soll in der Regel nicht geteilt werden. Die Vergabe des Küssnachter Kulturpreises wird durch die Kulturkommission, unter Mithilfe der Bezirkskanzlei organisiert.
2007 Küssnachter Theaterleute
2009 Amadeus Chor
2011 Theater Duo Fischbach
2013 Ballettschule Maria-Pia Forster und Offni Bühni (Jugendhaus Oase)
2015 Diana Seeholzer
2017 Ländlerkapelle Gebrüder Hess
2019 Verein «Beflügelt»
2022 Roger Harrison
2024 Gruppo Teatrale Italiano di Küssnacht am Rigi (Kategorie Personengruppe)
2024 Michelle Tsiridis (Kategorie Nachwuchs)
2024 Very Rickenbacher (Kategorie Einzelperson)
Reglement für die Verleihung des Küssnachter Kulturpreises
Küssnacht, Immensee und Merlischachen haben sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten stark entwickelt und gewandelt. Um die gemeinsamen Wurzeln herauszuarbeiten, hat der Bezirk Küssnacht die Initiative zur Realisierung eines neuen Geschichtsbuchs ergriffen.
Eine Vielzahl von Personen aus Küssnacht und den umgebenden Gebieten haben daran mitgearbeitet. «Es soll kein 08-15-Geschichtsbuch sein», meinte Projektleiter Michael van Orsouw: «3 Orte, 2 Seen, 1 Berg holt die Leute des Bezirks dort ab, wo sie stehen.» Tatsächlich geht das Buch von 15 heutigen Schauplätzen in Küssnacht, Immensee und Merlischachen aus und nimmt dort historische Tiefenbohrungen vor.
Solche Schauplätze sind die Hohle Gasse, die Astrid-Kapelle, das Unterdorf, die Pfarrkirche, das Alters- und Pflegeheim, aber auch überraschende Orte wie die Grenze im Meggerwald, eine Autobahnunterführung oder ein Einkaufsladen.
Die Geschichte wird auf diese Weise über den Bezug zum Jetzt vermittelt, Gegenwart und Geschichte verzahnen sich. Das Buch ist allgemein verständlich, reichhaltig bebildert und genügt denoch wissenschaftlichen Ansprüchen.