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Einjähriges Berufkraut auf dem Vormarsch

Das Einjährige Berufkräuter, eine fremde Problempflanze, mischt sich immer mehr unter die einheimische Flora. Eine Bekämpfung vor der Blüte dieser Pflanze ist ideal.

Das Einjährige Berufkraut ist eine als Zierblume importierte Pflanze und steht auf der Schwarzen Liste der invasiven Neophyten. Es besiedelt mit enorm hohen Samenmengen jede Lücke und verdrängt einheimische Pflanzen.

 

Das Einjährige Berufkraut breitet sich bei uns seit wenigen Jahren rasant aus. Die Pflanze wurde aus Nordamerika eingeschleppt. Sie verdrängt einheimische Pflanzen und gefährdet insbesondere Seltenheiten wie zum Beispiel Glockenblumenarten. Stark befallene Wiesen und Weiden verlieren an Qualität. Das Berufkraut ist für Nutztiere zwar nicht giftig, wird jedoch nicht gefressen und findet so auf der Weide beste Bedingungen für die weitere Ausbreitung. Auch entlang von Waldwegen und – häufig unerkannt – in Gärten ist das Einjährige Berufkraut anzutreffen.

Absamen vermeiden!

Das Einjährige Berufkraut mit den kleinen «Margeriten-Blüten» ist vor allem in der Blüte gut erkennbar. Aber auch ohne Blüten ist das Kraut mit etwas Übung zu erkennen. Seine hellgrünen Blätter fallen in einer Blumenwiese auf. Das Einjährige Berufkraut soll möglichst mitsamt den Wurzeln ausgerissen und über den Kehricht entsorgt werden. Die Bekämpfung und Entsorgung ist Sache des Grundeigentümers. Eine Meldung beim Bezirk oder Kanton ist nicht nötig. Wird das Einjährige Berufkraut nur gemäht, wird es zu einer mehrjährigen, recht buschigen Pflanze. Grosse Pflanzen können zehntausende flugfähige Samen produzieren. Da die Samen noch blühender Pflanzen nachreifen, soll das Kraut nach dem Ausreissen nicht offen liegengelassen oder transportieren werden.

Auf Kosten der Biodiversität

Nicht nur das Einjährige Berufkraut führt zu Problemen. Auch andere bewusst oder unbewusst eingeführte Pflanzen, wie zum Beispiel der sehr beliebte Sommerflieder oder die kanadische Goldrute, breiten sich auf Kosten der einheimischen Biodiversität aus. Erkennungsmerkmale und weitere Informationen über die geeignete Bekämpfung finden Sie unter www.infoflora.ch/neophyten.