Der Kehricht von Küssnacht wurde bis 1987 ins Chüelochtobel an der Talstrasse geworfen. Diese Deponie stellt heute eine Altlast dar, welche den darunterliegenden Chüelochtobelbach negativ beeinträchtigt.
Die Altlast wurde als sanierungspflichtig beurteilt. Die Sanierung hat der Bezirk Küssnacht durchzuführen. Aufgrund des schlechten baulichen Zustands der Deponieböschung und der Durchlassröhren des Chüelochtobelbachs hat der Bezirk Küssnacht die Böschung und die Bachröhren vor einigen Jahren gesichert. Mit diesen Sofortmassnahmen ist die Sanierungspflicht der Altlast aber noch nicht erfüllt. Die Massnahmen haben nur etwas Zeit verschafft, um die eigentliche Sanierung zu planen.
Für die Sanierung der Altlast sind zwei Varianten im Fokus. Einerseits die Umleitung des Bachwassers um die Deponie mittels eines Stollens und andererseits die offene Bachumleitung am Hang in Kombination mit der Auffüllung des Chüelochtobels unter- und oberhalb der Altlast.
Mit dem sogenannten Kombi-Projekt sollen Aushub- und Inertstoffe deponiert werden. Inertstoffe sind Abfälle, welche zu mehr als 95 Gewichtsprozent aus Steinen oder gesteinsähnlichen Bestandteilen bestehen, wie zum Beispiel aufbereitete Bauabfälle, Beton, Ziegel oder Glas, Keramikerzeugnisse sowie leicht verschmutzter Aushub.
Die Komplexität dieser Altlastensanierung und der damit verbundenen Verfahren hatte in der Vergangenheit zu Verzögerungen geführt. Jetzt geht es aber weiter. Der Bezirk Küssnacht hat mit der kantonalen Fachstelle die Ausarbeitung des Projekts an die Hand genommen. Bis Ende 2021 sollen weitere Schritte getätigt werden. Bis wann die Altlastensanierung im Chüelochtobel umgesetzt werden kann, ist noch unklar, weil die notwendigen Verfahren äusserst kompliziert sind.
Bewaldeter enger Einschnitt mit dem Chüelochtobelbach an der Talstrasse in Küssnacht.
Einschnitt mit Bach, wo vermutlich einst eine Stelle Chüeloch hiess. Worauf der Bestimmungsteil Chüeloch- beruht, kann nicht mehr gesagt werden. Es ist durchaus möglich, dass einst von Nordosten her ein Teil dieses Einschnittes noch als Viehweide genutzt worden war. Die Weide führte quasi in ein Loch hinein, weil es hinten dann sehr eng wird.