Nach der Inbetriebnahme der Südumfahrung Küssnacht zwischen Ebnet und Räbmatt wird nun die Ausarbeitung des Bauprojekts für den zweiten Abschnitt bis ins Breitfeld in Angriff genommen.
Das Archivbild zeigt Bezirksammann Armin Tresch an der Eröffnung des Tunnels Burg im September 2020.
Am 3. September 2020 konnte die Südumfahrung Küssnacht im Abschnitt zwischen Ebnet und Räbmatt als Entlastung des Dorfzentrums dem Verkehr übergeben werden. Nun steht die Realisierung des zweiten Abschnitts zwischen Ebnet und Breitfeld auf der politischen Traktandenliste. Geplant ist ein 1144 Meter langer Tunnel, der die Wohngebiete entlang der Grepperstrasse vom Verkehr entlasten soll. Auf der Grundlage eines Vorprojekts wird mit Kosten von rund 194 Mio. Franken gerechnet, die sich Kanton und Bezirk zu einem festgelegten Verhältnis teilen werden. Die Stimmberechtigten des Bezirks Küssnacht haben am 21. Mai 2017 dem Bezirksanteil in der Höhe von 116.5 Mio. Franken bereits zugestimmt.
Der Kanton hatte ursprünglich geplant, die Nutzungsplanung für den zweiten Abschnitt im Frühjahr 2021 öffentlich aufzulegen. Damit wäre die Linienführung definitiv festgelegt worden. Anschliessend wäre das konkrete Bauprojekt mit verbindlichem Kostenvoranschlag erarbeitet worden. Ein kürzlich ergangenes Urteil des Bundesgerichts zum Autobahnanschluss Halten in Pfäffikon verlangt aber, dass die Hauptuntersuchung des Umweltverträglichkeitsberichts mit dem Nutzungsplan öffentlich aufgelegt werden muss, um alle Auswirkungen auf Siedlung und Umwelt abschätzen zu können. Dies bedingt faktisch die gleichzeitige Ausarbeitung des Bauprojekts. Deshalb wird vorliegend auf die vorgängige Auflage der Nutzungsplanung für den zweiten Abschnitt der Südumfahrung Küssnacht voraussichtlich verzichtet und direkt ein Bauprojekt auf der Grundlage des Vorprojekts erarbeitet.