Elektrische Fahrzeuge sind sehr energieeffizient, sauber und stossen keine Abgase aus. Energiestadt Küssnacht unterstützt die Elektromobilität.
Elektrisch betriebene Fahrzeuge haben zu Recht einen guten Ruf: Für den Betrieb der elektrischen Motoren reicht umgerechnet eine Energiemenge von 1.5 Liter Benzin auf 100 km Fahrdistanz aus. Wenn das Fahrzeug zuhause elektrisch beladen wird, ergibt das drei bis vier Mal geringere Kosten für Treibstoff als bei einem Auto mit einem Benzinantrieb. Auch im Unterhalt sind Elektrofahrzeuge günstiger.
Für den ökologischen Vergleich ist hingegen eine Gesamtbetrachtung wichtig. So muss auch die Produktion der Elektrizität in die Betrachtungen einfliessen. Wenn als Treibstoff Kohle- oder Atomstrom verwendet wird, sind Klima- und Umweltbilanz kaum besser als bei herkömmlichen Fahrzeugen. Von dort her sollte es fast eine Selbstverständlichkeit sein, zu einem Elektroauto eine Photovoltaikanlage zur Stromproduktion zuhause einzurichten. Auch in Bezug auf die graue Energie und die verwendeten Materialien ist, insbesondere bei der Fahrzeugbatterie, eine kritische Betrachtung notwendig. Je nach Fahrzeugtyp und eingebauter Batterie wird der Mehraufwand für die Produktion nach gut 50 000 km bis 100 000 km Fahrdistanz kompensiert. Aus diesem Grund muss beim Kauf eher einem kleineren Fahrzeug der Vorzug gegeben werden, welches mit der kleineren Batterie die gleiche Distanz zurücklegen kann.
Primär werden elektrische Fahrzeuge zuhause geladen. Aus diesem Grund sollte der eigene Parkplatz unbedingt mit der notwendigen Ladeinfrastrukturen ergänzt werden. Die Betankung zuhause ist einfacher und viel kostengünstiger als an einer öffentlichen Ladestation. Damit die Ladeinfrastruktur eingebaut werden kann, muss vorgängig mit dem Netzbetreiber abgeklärt werden, ob die elektrische Anschlussleistung für den Einbau ausreicht. Dabei muss beachtet werden, dass früher oder später der grösste Teil der Fahrzeuge elektrisch betrieben werden. Damit für eine Verstärkung des elektrischen Hausanschlusses keine hohen Kosten entstehen, werden die Ladestationen mit einem hausinternen Lademanagement ergänzt. Mit diesem kann der Stromverbrauch erfasst werden und es wird sichergestellt, dass Unberechtigte ihr Fahrzeug nicht aufladen können.
Mit einer Photovoltaik-Anlage kann sogar der eigene «Treibstoff» erzeugt werden. Die Strommenge, welche ein durchschnittliches Elektro-Auto verbraucht, kann im Jahresdurchschnitt auf einer Dachfläche von ca. 18 m2 oder mit einer Anlage mit einer Leistung von ungefähr 3 kWpeak erzeugt werden. Eine solche Anlage findet auf fast jedem Dach Platz. Der selber erzeugte Strom ist zudem sogar günstiger als der Strom aus der Steckdose. Eine PV-Anlage und ein Elektroauto sind darum eine gute Kombination.
Auf www.sonnendach.ch kann die Eignung der Dachfläche für eine eigene PV-Anlage mit wenigen Klicks festgestellt werden. Selbstverständlich kann auch eine neutrale Beratung durch den Energieberaterverein Küssnacht in Anspruch genommen werden, bei welcher auch andere Aspekte mitberücksichtigt werden (siehe Kasten). Wenn eine eigene Solaranlage nicht möglich ist, empfiehlt sich umso mehr der Kauf eines Stromproduktes mit einheimischer, erneuerbarer Energie.