Der Feuerring im Rathausgarten wurde im Oktober 2025 als künstlerisch bedeutendes Werk des lokalen Künstlers Andreas Reichlin eingeweiht und steht seither als Skulptur im öffentlichen Raum. Vor diesem Hintergrund hält der Bezirk Küssnacht an der eingeschränkten Nutzung fest und öffnet den Feuerring punktuell für gemeinsame Anlässe.
Am 1. April heizte der Bezirk den Feuerring an, um auf den Aprilscherz des «Freier Schweizer» zu reagieren.
Der Bezirk Küssnacht weihte den Feuerring letzten Oktober gemeinsam mit dem Künstler Andreas Reichlin und Beate Hoyer ein. Seither versteht der Bezirk den Feuerring im Rathausgarten in erster Linie als Skulptur, die nicht zur freien Nutzung vorgesehen ist.
Eine Petition der Fasnachtsgesellschaft Osculum noctis mit gut 500 Unterschriften fordert eine Öffnung des Feuerrings für die gesamte Bevölkerung. Diese Forderung unterstrich die Fasnachtsgesellschaft mit ihrem Auftritt an der diesjährigen Fasnacht. Ein Aprilscherz des «Freier Schweizer» griff die Thematik auf. In seinem Beitrag vom 27. März schrieb er, dass die öffentliche Nutzung nun einmal im Monat möglich sei, mit Start am 1. April. Der Bezirk Küssnacht reagierte spontan und feuerte den Feuerring am 1. April tatsächlich an. Der Anlass entwickelte sich zu einem gelungenen und gut besuchten Grillabend.
Die Nutzung des Feuerrings wurde auch an der diesjährigen Fasnacht thematisiert.
Am 1. April hat die Fasnachtsgesellschaft die Petition an den Bezirksrat übergeben. Dieser hat das Anliegen geprüft und hält an seiner Haltung fest. Eine uneingeschränkte Nutzung würde zu Littering und Lärm führen, dies zeigen Beispiele aus anderen Feuerstellen. Hinzu kommt, dass der Feuerring nahe an der Nachbarschaft und der Bezirksverwaltung ist, anders als gewöhnliche Feuerstellen. Aber: Aufgrund der positiven Erfahrungen hat der Bezirksrat entschieden, den Feuerring künftig in unregelmässigen Abständen anzufeuern. Dabei gelten klare Bedingungen: Ausschliesslich die Bezirksverwaltung feuert den Feuerring an. Die Teilnahme steht der gesamten Bevölkerung offen. Der Bezirk stellt Getränke bereit, solange Vorrat vorhanden ist. Grillgut bringen die Teilnehmenden selbst mit. Der Bezirk informiert jeweils vorgängig über die Durchführung der Anlässe und kommuniziert die Termine über alle verfügbaren Kanäle.
Dieses Vorgehen schafft einen Ausgleich zwischen den unterschiedlichen Anliegen. Die Bevölkerung kann den Feuerring in einem geregelten Rahmen nutzen, ohne die Nachbarschaft zu belasten. Gleichzeitig fördern die Anlässe den Austausch zwischen Bevölkerung, Bezirksrat und Verwaltung. Der Bezirk Küssnacht bedankt sich bei der Fasnachtsgesellschaft Osculum noctis sowie beim «Freier Schweizer» für die kreativen Impulse zur öffentlichen Diskussion.