Biodiversität ist die Grundlage für fruchtbare Böden, gesunde Nahrung, funktionierende Ökosysteme oder kurz: für das Leben. Ihr Ausbleiben bedeutet nicht nur ein seltener Falter oder eine ausgestorbene Pflanze, sondern Stabilität.
Im November haben ein Sekundarklasse und Freiwillige in Immensee unter Anleitung von Pächter Samuel Meier rund 400 Sträucher für mehr Biodiversität gepflanzt.
Biodiversität bezeichnet die Vielfalt des Lebens auf mehreren Ebenen: die genetische Vielfalt innerhalb von Arten, die Vielfalt an Tier-, Pflanzen- und Pilzarten selbst und nicht zuletzt die Vielfalt der Lebensräume, in denen all diese Organismen miteinander in Beziehung stehen. In diesem komplexen Gefüge hängt vieles voneinander ab. So gibt es ohne Bestäuber keine Früchte, ohne Bodenleben keine Nährstoffe oder ohne Lebensraum keine Artenvielfalt. Biodiversität ist ein Netzwerk – und wie bei jedem Netz gilt: je mehr Fäden, desto tragfähiger. Doch genau dieses Netz wird dünner. Auch in der Schweiz verschwinden Lebensräume, schrumpfen Populationen, verarmen Böden. Dadurch nimmt die Fähigkeit ab, mit Veränderungen umzugehen, etwa mit Extremwetter, neuen Schädlingen oder Ernteausfällen.
Die gute Nachricht: Man braucht nicht zwingend einen Naturpark, um aktiv zu werden. Biodiversität lässt sich überall fördern. Dies gelingt auf Balkonen, Dächern, Hinterhöfen, Fassaden, Parkplätzen oder Firmenarealen. Die neue Plattform aufleben-natur.ch versammelt nicht nur das Engagement vieler Organisationen, Gemeinden, Bezirke, Kantone und Unternehmen, sondern bietet auch konkretes Wissen und praktische Werkzeuge. Mit dem Trittstein-Designer lässt sich beispielsweise unkompliziert herausfinden, welche Massnahmen zum eigenen Standort passen. Dies erfordert weder Vorwissen noch einen grünen Daumen.
Viele Tiere überwintern noch. Deshalb sollten aktuell Stauden, Laub- und Holzhaufen ungestört bleiben und auf frühes Aufräumen verzichtet werden. Wer möchte, kann Nistkästen reinigen oder anbringen und so die Biodiversität im Frühjahr unterstützen.
Landschaftsentwicklungskonzept
Das Landschaftsentwicklungskonzept (LEK) Küssnacht stärkt seit 2022 die Biodiversität im Bezirk. Mit Projekten wie Heckenpflanzungen, der jährlichen Wildsträucheraktion und der Aufwertung von Grünflächen schafft es neue Lebensräume und vernetzt bestehende. Zudem fördert das LEK naturnahe Privatgärten durch Staudenaktionen, Initial-Gartenberatungen und Gartenwettbewerbe. So trägt es dazu bei, Artenvielfalt zu sichern und die Landschaft nachhaltig zu gestalten. Erfahren Sie mehr über das LEK und machen Sie mit: kuessnacht.ch/LEK