Icon Arrow Down Icon Hamburger Icon Close Icon Suche Icon Foto Icon Video Icon Webcam Icon Tageskarten Icon Dienstleistungen Icon OSM Icon Feuerlöscher Icon Rettungswagen Icon Offene Stellen Newsletter

Navigieren in Küssnacht

Breadcrumb

Fussgängerstreifen: Verbesserungen angestrebt

An der Bezirksgemeinde vom 9. Dezember wurden unter anderem die Fussgängerstreifen im Bezirk angesprochen. Der Bezirksrat hat die Reaktionen aus der Bevölkerung verstanden und ist gewillt, die Situation weiter zu verbessern. Auch wenn es sich im Dorfzentrum um Bezirksstrassen handelt, kann der Bezirk nicht in Eigenregie handeln. Es braucht kurz- und mittelfristig Lösungen, die rechtlich verbindlich sind. Diese erfordern ein korrektes Verfahren, das mit den kantonalen Stellen abzustimmen ist. Dabei gilt es zu betonen, dass mit dem Beginn der Bauarbeiten für die neue Zentrumsgestaltung der Durchgangsverkehr für längere Zeit eingeschränkt ist. Im Anschluss verändert sich die Situation nochmals spürbar. Bald wird die neue Zentrumsgestaltung öffentlich aufgelegt. Der Bezirk dankt im Voraus für die Kooperation aller Beteiligten, dass die Zentrumsgestaltung bald umgesetzt und dadurch die Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmenden erhöht wird.

Bei der Kantonalbank und bei der Einmündung der Grepperstrasse sind temporäre Mittelinseln geplant.

Vor der Tour de Suisse hat dessen lokales Organisationskomitee, mit der Zustimmung des Bezirks, im Mai zwei Verkehrsinseln in Küssnacht auf eigene Kosten entfernen lassen: die eine bei der Kantonalbank, die andere bei der Einmündung der Grepperstrasse. Die Grundlage dazu war längst gegeben. Im September 2020 hat der Bezirk im Dorfzentrum die Tempo-30-Zonen eingeführt. Dadurch hat er auch die Baubewilligung erhalten, die Verkehrsinseln zu entfernen, da solche in Tempo-30-Zonen im Normalfall nicht nötig sind. Der Bezirk wollte dazumal die Umsetzung der neuen Zentrumsgestaltung abwarten, um keine weiteren Kosten für die separate Entfernung der Verkehrsinseln zu generieren.

Die damalige Ausgangslage hat sich jedoch mit der Tour de Suisse im Juni geändert. Die Entfernung der Verkehrsinseln war notwendig, um am Grossanlass die Sicherheit der Teilnehmenden und zusammenhängend damit auch jene des Publikums zu erhöhen. Bei der Entfernung der Verkehrsinseln hat der Bezirksrat bereits angekündigt, dass er bei allfälligen Bedenken zur Verkehrssicherheit den Austausch mit der Polizei suchen werde.

Petition eingereicht

Nach der Entfernung der Mittelinseln wurde eine Petition bei der Staatskanzlei eingereicht. Diese forderte eine erhöhte Verkehrssicherheit für Fussgängerinnen und Fussgänger. 579 Personen haben die Petition unterzeichnet. Da bei der Petition jedoch keine Kantonsstrasse betroffen war, hat der Schwyzer Regierungsrat das Anliegen an den Bezirksrat Küssnacht weitergeleitet.

Gemeinsame Lösungsfindung

In der Folge hat der Bezirksrat die Ortsplanungs- und Verkehrskommission (OPVK) damit beauftragt, die Petition zu prüfen und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Daraus entstanden fünf mögliche Massnahmen, um die Sicherheit für den Fussverkehr zu erhöhen. Anschliessend konsultierte der Bezirksrat die Kantonspolizei und das kantonale Tiefbauamt.

Die Mittelinsel ist die beste Option

Jede der fünf vorgeschlagenen Lösungen der OPVK bringt sowohl Vor- und Nachteile mit sich. Auch der oft gewünschte Fussgängerstreifen birgt Hindernisse und Nachteile. Eine perfekte Lösung für alle Verkehrsteilnehmenden ist nicht möglich. Dennoch ist eine der fünf Möglichkeiten positiv herausgestochen. Die vorgeschlagenen Massnahmen mit ihren Vor- und Nachteilen transparent dargelegt:

  • Markierung eines Fussgängerstreifens: Dies ist in einer Tempo-30-Zone nur in Ausnahmefällen zulässig, da man in der ganzen Zone die Strasse frei überqueren darf. Wenn mitten in dieser Zone auf einmal ein Fussgängerstreifen steht, irritiert das die Fussgängerinnen und Fussgänger. Viele würden denken, sie könnten nur noch via Fussgängerstreifen die Strasse überqueren, was dem Prinzip der Tempo-30-Zone widerspricht. Ausserdem muss ein Fussgängerstreifen strenge technische Anforderungen erfüllen und steigert die Verkehrssicherheit gemäss Statistik nicht.
  • Erstellung einer Mittelinsel: Eine geeignete Lösung bei ausreichendem Platz, da sie die Querungsstelle sichtbarer macht und das Queren erleichtert. Jedoch ist deren fixe Erstellung mit höheren Kosten verbunden.
  • Einführung eines Mehrzweckstreifens: Führt zu einer optischen Fahrbahnverengung, könnte aber verwirrend wirken und wird primär von abbiegenden Fahrzeugen genutzt.
  • Bewahrung des heutigen Zustands: Einfach und kostengünstig, führt jedoch zu Unsicherheiten und wird der berechtigten Petition nicht gerecht.
  • Flächige Oberflächenmarkierung: Kann die Geschwindigkeit senken, vermittelt aber womöglich fälschlicherweise ein Vortrittsrecht für Fussgängerinnen und Fussgänger.

Nach den verschiedenen Gesprächen hat sich der Bezirksrat für die Mittelinseln entschieden. Diese Massnahme empfiehlt auch die OPVK in ihrem Bericht. Mittelinseln sind eine geeignete Massnahme zur Erhöhung der Sicherheit und mit einer Tempo-30-Zone vereinbar. Der grösste Nachteil, die hohen Kosten für die Installation, lässt sich einfach beheben: Die temporären Mittelinseln werden nur gemietet und sind um ein Vielfaches günstiger als fixe Mittelinseln. Gerade auch in Anbetracht der geplanten Zentrumsgestaltung sind temporäre Mittelinseln weitaus sinnvoller als eine fixe Installation.

Nächste Schritte

Der Bezirk reicht das Baugesuch in Kürze ein. Sobald dieses rechtskräftig ist, wird er die temporären Mittelinseln installieren. Wann dies genau der Fall ist, lässt sich gegenwärtig noch nicht sagen. Der Bezirk informiert, sobald neue Termine bekannt sind. Klar ist jedoch bereits, dass planmässig die temporären Mittelinseln bis zur Umsetzung der neuen Zentrumsgestaltung bleiben sollen. Der Baustart dafür ist auf Ende 2026 oder Anfang 2027 vorgesehen.

Der Bezirksrat dankt der Petitionärin sowie den weiteren Gremien und Behörden für den sachlichen Austausch.