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Energiestadt Küssnacht – Umwelttipp: Wenn Tradition auf Nachhaltigkeit trifft

Der Christbaum in der Stube ist für viele Menschen ein unverzichtbarer Teil des Weihnachtsfests. Doch welcher Baum darf es denn sein? Längst ist die beliebte Nordmanntanne nur eine von mehreren Optionen. Wer sich mit dem Baum auch ein Stück Nachhaltigkeit ins Wohnzimmer holen möchte, setzt auf Labels oder Recycling.

Mit rund 1.5 Millionen verkauften Exemplaren jährlich ist die Nordmanntanne der meistgekaufte Weihnachtsbaum in Schweizer Haushalten. Doch zunehmend drängen Alternativen ins Rampenlicht. Es empfiehlt sich, beim Kauf eines natürlichen Weihnachtsbaums auf die Labels FSC und Bio zu achten. Die damit zertifizierten Tannen stammen aus naturverträglicher Waldwirtschaft, während in der klassischen Weihnachtsbaumproduktion oft Pestizide und Dünger zum Einsatz kommen, die umweltbelastend wirken. Auch Bäume aus dem lokalen Wald können eine gute Wahl sein. Nach den Feiertagen schliesst sich der Kreislauf: Abgeschmückte Bäume bis zu einer Höhe von anderthalb Metern können der Grünabfuhr mitgegeben werden, wo sie gehäckselt und kompostiert werden. Aus den Nadeln entsteht fruchtbare Erde für neue Pflanzen. Wer einen eigenen Kompost hat, kann den Baum zerkleinern und als Strukturmaterial nutzen. Auch kreative Weiterverwendung ist möglich, beispielsweise als Rankhilfe im Garten oder als Asthaufen für Kleintiere. Der Christbaum erhält einen neuen Zweck, anstatt im Abfall zu landen.

Alternativen zum «Einwegbaum»

Neben der Frage, was nach den Festtagen mit dem Baum geschieht, lohnt sich auch ein Blick auf Alternativen zum klassischen Naturbaum. Künstliche Weihnachtsbäume gewinnen stetig an Beliebtheit. Diese können auf Dauer tatsächlich zur nachhaltigen Alternative werden, wenn sie immer wieder genutzt werden. Je öfter sie an Weihnachten festliche Stimmung in der Stube verbreiten, desto besser wird ihre Ökobilanz.

Eine weitere Möglichkeit sind gemietete Bäume im Topf. Sie können nach den Festtagen wieder zurückgegeben werden. Damit kommt zwar auch diese Tanne mehrfach zum Einsatz, hier wirken sich jedoch Lagerung, Pflege, Umtopfen in grössere Töpfe und Transport negativ auf die Bilanz aus.

Nachhaltiger Kreislauf

Ob Naturbaum oder Kunststoff: Wer bewusst wählt und weiterdenkt, macht den Christbaum zum Teil eines nachhaltigen Kreislaufs. Es geht nicht nur um die Entscheidung beim Kauf, sondern auch um die Frage, was danach geschieht, ob Kompostierung, Wiederverwendung oder mehrjährige Nutzung. So wird der Baum nicht zum einmaligen Festartikel, sondern zu einem Symbol für Tradition, die Verantwortung einschliesst.