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Umwelttipp: Einheimische statt exotischer Pflanzen

Der Kirschlorbeer breitet sich unkontrolliert aus und verdrängt einheimische Pflanzenarten. Deshalb ist der Verkauf von Kirschlorbeer in der Schweiz seit 2024 verboten. Was bedeutet das für Leute mit Garten und welche Alternativen gibt es?

Einheimische Kornelkirsche als Alternative zum Kirschlorbeer.

Neophyten sind Pflanzen, die in neue Regionen gelangt sind. Manche dieser Pflanzen breiten sich schnell aus, verdrängen heimische Arten und verändern die natürlichen Lebensräume. Ein bekanntes Beispiel für einen invasiven Neophyten ist der Kirschlorbeer. Für heimische Tiere sind seine Blüten und Früchte kaum von Nutzen. Vor allem in Wäldern verdrängt der Kirschlorbeer jedoch heimische Pflanzen und entzieht Insekten und anderen Tieren wichtige Nahrungsquellen.

Verboten seit 2024

Seit 2024 ist der Verkauf von Kirschlorbeer in der Schweiz verboten. Wer ihn bereits im Garten hat, muss ihn nicht zwingend entfernen, sollte jedoch die Blüten im Mai und Juni abschneiden und junge Pflanzen samt Wurzeln ausreissen. Wer nicht nur die Ausbreitung von Neophyten verhindern, sondern auch die Artenvielfalt fördern möchte, setzt auf einheimische Sträucher wie Kornelkirsche, Haselnuss, Europäische Eibe oder Berberitze. Diese bieten Insekten, kleinen Tieren und Vögeln wertvolle Nahrung und einen Lebensraum.

Kostenlose Wildstauden am Märt

Das Landschaftsentwicklungskonzept Küssnacht (LEK) verteilt am Samschtig Märt vom 3. Mai kostenlos einheimische Wildstauden. Einheimische Sträucher können im Rahmen der jährlichen Wildsträucheraktion kostenlos beim Bezirk bestellt werden. So können Sie sich mit einheimischen Alternativen eindecken und die exotischen Vertreter aus ihrem Garten ersetzen. Weitere Infos dazu finden Sie unter https://kuessnacht.ch/LEK.

Neophytenbekämpfung im Bezirk

Auf den bezirkseigenen Flächen werden ausserdem regelmässig Neophyten entfernt, so auch kürzlich auf der neu erworbenen Parzelle am Tieftalweg. Dort hatten sich zuvor zahlreiche chinesische Hanfpalmen (Tessinerpalme), Kirschlorbeer sowie kriechende Heckenkirschen ungewollt angesiedelt. In einem nächsten Schritt wird das LEK-Küssnacht die Fläche mit gezielten Massnahmen aufwerten.

(G)Artenvielfalt: Biodiversität fördern

Das Projekt (G)Artenvielfalt motiviert alle aus der Innerschweiz, den eigenen Garten mit simplen Eingriffen biodivers zu gestalten. Davon profitieren zahlreiche Arten. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung gibt es auf https://garten-vielfalt.ch. Wer sich darüber hinaus persönliche Anregungen wünscht, kann sich von lokalen und geschulten (G)Arten-Coaches inspirieren lassen: Sie teilen unkompliziert und direkt vor Ort ihr Wissen und Tipps. Anmeldung unter https://garten-vielfalt.ch/coaching oder telefonisch (041 226 41 32).


Die (G)Artencoaches aus Küssnacht: Nils Brunner und Philip Sidler.