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Bezirksrat nimmt Stellung zu Seeufer-Petition

Eine Petition fordert eine gesamtheitliche Vision für die Seeufer. Der Bezirksrat will die Forderung nun in seine Strategie aufnehmen.

Die Seeufer in Küssnacht, Immensee und Merlischachen sollen aufgewertet werden. Dies fordern über 200 Personen mit einer Petition für eine "zeigemässe und ganzheitliche Gestaltung der Seeanlagen im Bezirk Küssnacht". In einem Prozess unter Einbezug der Bevölkerung soll der Bezirksrat eine Gesamtvision erarbeiten und im Rahmen eines Konzepts entsprechende Handlungsfelder aufzeigen.

Nachdem die Petitionäre der Mitte-Ortspartei Küssnacht im Sommer 2023 die gesammelten Unterschriften beim Bezirk eingereicht hatten und ein Gespräch mit einer Delegation des Bezirksrats stattgefunden hatte, nimmt der Bezirksrat Küssnacht jetzt Stellung zur Petition.

Konzept könnte Handlungsfelder aufzeigen
Der Bezirksrat Küssnacht begrüsst das Engagement aus der Bevölkerung für eine zeitgemässe und ganzheitliche Gestaltung der Seeanlagen im Bezirk Küssnacht. Er erkennt, dass attraktive Seezugänge ein grosses Bedürfnis der Küssnachter Bevölkerung darstellt. Das Gremium beabsichtigt nun, die Erarbeitung eines entsprechenden Konzepts respektive eines Grundlagenpapiers für eine ganzheitliche Gestaltung der Seeanlagen als Legislaturziel zu definieren und in die strategische Planung 2024-2028 aufzunehmen. Die Seeufergestaltung ist entsprechend aktuell auch ein Thema im laufenden Strategieprozess des Bezirks, der extern begleitet wird.

Der Bezirksrat hält fest, dass die Erarbeitung eines solchen Grundlagenpapiers direkt noch keine konkreten Projekte zur Folge hätte. Eine umfassende Gesamtschau für eine zeitgemässe und gesamtheitliche Gestaltung der Seeufer könnte jedoch künftigen Projekten als Richtschnur dienen. Mit dem entsprechenden Konzept könnten verschiedene weitere Handlungsfelder definiert werden, die allenfalls in verschiedenen Etappen gemäss den verfügbaren personellen und finanziellen Ressourcen angegangen werden könnten. Bei diesen Prozessen soll auch die Bevölkerung miteingebunden werden.

Autofreier Seeplatz steht zur Diskussion
Attraktive Seeufer sind dem Bezirksrat ein grosses Anliegen. Daher hat er in den vergangenen Jahren bereits viel unternommen, um entlang der beiden Seen wertvolle Naherholungsräume zu schaffen. So hat er die Badi Immensee neugestaltet, entlang des Zugersees ein striktes Verkehrsregime eingeführt und den Dorf- und Giessenbach im Mündungsbereich in Küssnacht renaturiert. Aktuell ist zudem auch ein neuer Spielplatz am Küssnachter Quai geplant. Weiter prüft der Bezirk derzeit ein neues Parkplatzkonzept im Zentrum von Küssnacht, mit dem sich der Seeplatz allenfalls autofrei gestaltet liesse.