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Energiestadt Küssnacht: Ökologischer Fussabdruck

Für die Schweiz würde es mehr als zwei Erden brauchen

Visualisierung: Adobe Stock, Gefo

 

Die Schweiz mag klein sein. Ihr ökologischer Fussabdruck ist es nicht. Würden alle Menschen auf der Welt so leben wie wir, wären über zwei Erden nötig. Unser Lebensstil geht also weit über das hinaus, was unser Planet verkraften kann. Aber wie stehen wir im Vergleich mit anderen Ländern da?

Es liegt auf der Hand: Was uns die Erde an natürlichen Ressourcen zur Verfügung stellen kann, ist begrenzt. Der sogenannte Erdüberlastungstag (englisch «Overshoot Day») markiert den Zeitpunkt im laufenden Kalenderjahr, an dem die menschliche Nachfrage nach nachwachsenden Rohstoffen die Kapazität der Erde übersteigt, diese Ressourcen im selben Jahr zu erneuern.

Ab dem 28. Mai leben wir bis Ende Jahr auf Kosten anderer

Im Durchschnitt aller Länder der Welt fiel der Erdüberlastungstag im vergangenen Jahr auf den 2. August 2023. 1970 war es noch der 29. Dezember. Das ökologische Gleichgewicht war damals also noch im Lot. Der Verbrauch der natürlichen Ressourcen ist zudem ungleich verteilt. Einige Regionen der Welt leben auf Kosten anderer. Das zeigt sich deutlich im direkten Vergleich der einzelnen Länder. Der Erdüberlastungstag der Schweiz fällt dieses Jahr auf den 27. Mai 2024. Zu diesem Zeitpunkt haben wir theoretisch die uns eigentlich für das ganze Jahr zustehenden Ressourcen bereits verbraucht. Oder anders gesagt: Ab dem 28. Mai leben wir bis Ende Jahr auf Kosten anderer. Den grössten Ressourcenverbrauch weist aktuell Katar auf, das bereits seit dem 11. Februar 2024 über seine Verhältnisse lebt. Ganz am Ende in der Liste stehen die Republik Moldau und Kirgistan, die erst am 28. bzw. 30. Dezember ihren eigenen Erdüberlastungstag erreichen. Das ist weder nachhaltig noch gerecht. Aber wir haben es selbst in der Hand, etwas zu ändern.

Wie wir die natürlichen Ressourcen fair nutzen können

Wer sich für eine faire Nutzung der natürlichen Ressourcen einsetzen möchte, kann sich an drei Punkten orientieren:

  • den eigenen Konsum überdenken
  • weniger fossile Energie verbrauchen
  • weniger CO2-Ausstoss verursachen.

Je eher wir beginnen, desto besser

Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, zu denen sich die Schweiz verpflichtet hat, führt nichts daran vorbei. Und je eher wir damit beginnen, desto besser für die Erde, unsere Enkel und Enkelinnen – und jene Länder, die überproportional unter den Folgen des Klimawandels leiden.

Nicht alle Länder verbrauchen alles

Übrigens: Nicht alle Länder haben einen eigenen Erdüberlastungstag. Einige Staaten in Afrika und Asien verbrauchen sogar weniger Ressourcen, als ihnen pro Jahr zustehen würden.

Angebote und Förderprogramme des Bezirks Küssnacht

Der Bezirk Küssnacht ist bestrebt, den Ressourcenverbrauch möglichst zu minimieren. Dafür bietet er folgende Angebote und Förderprogramme an:

 

Energie- und Klimastrategie

Die Energie- und Klimastrategie des Bezirk Küssnacht wird derzeit erarbeitet und noch dieses Jahr veröffentlicht.

Kostenlose Beratungen zum Thema Gebäudesanierung

Der Energieberaterverein des Bezirks Küssnacht bietet verschiedene kostenlose Beratungen zum Thema Gebäudesanierung an. Über die Energie-Info-Beratung erhalten Sie eine allgemeine Energieberatung zu Ihrem Gebäude. Die Impulsberatung «erneuerbar Heizen» bietet eine spezifische Beratung für Ihren Heizungsersatz mit erneuerbaren Energien an. Eine Beratungsanfrage können Sie über die Seite des Energieberatervereins Küssnacht vornehmen: https://energieberater-kuessnacht.ch

Repair Café

Das Repair Café Bezirk Küssnacht feiert seine Eröffnung und den ersten Reparaturtag am 24. August von 10.00 bis 15.00 Uhr im Schulhaus Ebnet. Weitere Infos zum Verein finden Sie auf der Seite des Repair Cafés Bezirk Küssnacht: https://repair-cafe-kuessnacht.ch

CarSharing

Anstatt ein eigenes Auto zu besitzen, kann es ökonomisch und ökologisch sinnvoller sein, ein Auto gemeinsam mit anderen zu nutzen. Dieses System – CarSharing genannt – wird auch im Bezirk Küssnacht angeboten. Im Bezirk sind zwei Mobility-Fahrzeuge stationiert:

  • Auf dem Parkplatz Monséjour in Küssnacht
  • Im Bethlehem in Immensee

Weitere Mobility-Standorte finden Sie auf dieser Website: https://www.mobility.ch/de/privatkunden/standorte

Sie möchten mehr wissen?

Hier finden Sie weitere Informationen: