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Pflanzen gefährden Idylle im Meggerwald

Mit dem Einzug des Frühlings entfaltet sich die Natur im Meggerwald von Neuem. Doch auch fremde Pflanzen breiten sich rasant aus.

Der Meggerwald ist mit seinen Schutzgebieten eine Naturperle direkt vor unserer Haustür. Doch die Nähe zum Siedlungsgebiet bringt auch Gefahren mit sich. Zunehmend breiten sich problematische Gartenpflanzen im Meggerwald aus und verdrängen die natürliche Vegetation. Dem wirkt das vom Bezirk Küssnacht gemeinsam mit den Meggerwaldgemeinden initiierte Neophytenprojekt entgegen.

Bereits seit drei Jahren setzen Freiwillige, Zivildienstleistende, Gartenbau- und Forstbetriebe Hand an und entfernten invasive Neophyten, wie die problematischen, exotischen Gartenpflanzen auch genannt werden. Damit soll der Wald und die Schutzgebiete weiterhin die natürlichen Funktionen wahrnehmen können und Natur und Mensch mit einheimischem Holz, natürlichem Erholungsraum und hoher Biodiversität versorgen. Denn ohne Massnahmen nehmen einmal festgesetzte, invasive Arten überhand, breiten sich immer weiter in den Wald hinaus aus und verändern das Gleichgewicht der Natur.

Auch in diesem Jahr sind mehrere Einsatzwochen von Zivildienstleistenden geplant, welche im Wald, entlang von Waldwegen oder in Schutzgebieten Berufkräuter, Geissblätter und Goldruten, Riesenbärenklau, Sommerflieder oder Kirschlorbeer ausreissen. In den Schutzgebieten auf Küssnachter Boden wird zudem auch Adlerfarn ausgerissen, damit die darunterliegende, wertvolle Vegetation mehr Licht erhält und gedeihen kann.

So breitet sich gegenwärtig beispielsweise auch das Berufskraut, ursprünglich eine Planze aus Nordamerika (siehe Bild) rasant aus. .Da es hübsch ist und der Kamille ähnlichsieht, wird es allzu oft stehengelassen. Das konsequente Ausreissen ist die einzige Möglichkeit, die unkontrollierte Ausbreitung der leichten Samen zu verhindern. (Bild Agentur Umsicht)

Verein für die Biodiversität im Meggerwald

Der neu gegründete Verein Vielfalter führt zudem in Naturschutzgebieten im Meggerwald Pflegeeinsätze mit Freiwilligen durch. Alle, die ein Naturerlebnis suchen und sich gleichzeitig aktiv für den Naturschutz einsetzen wollen, sind herzlich willkommen. Die diesjährigen Arbeitseinsätze finden jeweils am Samstag von 9 bis 12 Uhr – am 3. Juni im Bereich des Wagenmooses, am 24. Juni im Schlittenried und am 8. Juli im Moosried statt. Anmeldung und weitere Informationen finden Sie unter: www.vielfalter.ch

Neu: kostenlose Neophytensäcke

Für erfolgreiche Eindämmung der invasiven Neophyten sind wir auf Ihre Mithilfe angewiesen. Durch das Anpflanzen von einheimischen Wildstauden und -sträuchern anstelle von exotischen oder gar invasiven Gartenpflanzen leisten Sie bereits einen wertvollen Beitrag. Haben sich bereits invasive Neophyten in Ihrem Garten etabliert, gilt es diese zu entfernen und fachgerecht zu entsorgen. Für die Entsorgung können im Rathaus 2 (Bauamt) kostenlose Neophytensäcke bezogen werden. Die mit Pflanzenmaterial gefüllten Säcke können einfach der Kehrichtabfuhr mitgegeben werden. Weitere
Informationen finden Sie unter www.sz.ch/neobioten