Für den Rettungsdienst Küssnacht beginnt eine neue Ära: Am 1. Juni 2020 wird der neue, professionelle 2-Schicht-Betrieb eingeführt, welcher rund um die Uhr und während des ganzen Jahres ein Ausrücken in kürzester Zeit ermöglicht.
Im Kanton Schwyz gehört der strassengebundene Rettungsdienst zu den Aufgaben der Bezirke. In Küssnacht besteht der Rettungsdienst seit dem Jahr 1964. Während Jahrzehnten rückten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes jeweils von zu Hause aus. «Vor einigen Jahren wurden Schritte in Richtung eines professionellen Betriebes gemacht. Dazu gehörte die Präsenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Montag bis Freitag im Stützpunkt. In den Nachtstunden und an den Wochenenden waren sie weiterhin zu Hause stationiert und rückten von dort aus», erklärt Markus Bürgi, Leiter des Rettungsdienstes Küssnacht. «Mit diesem System sind längere Ausrückzeiten und Stress für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbunden. Zudem können wir aktuell die Vorgaben des Interverbandes für Rettungswesen (IVR) bezüglich Ausrückzeiten und Hilfsfristen nicht erfüllen. Damit die Neuzertifizierung durch den Interverband im Jahr 2021 erfolgen kann, müssen auch wir das professionelle Schichtsystem 12 /12 – 365 einführen.»
Nach einer Vorlaufzeit von rund 15 Monaten kann der Rettungsdienst Küssnacht am 1. Juni 2020 vom bisherigen Pikettsystem mit teilzeitlich tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf den professionellen 2-Schicht-Betrieb wechseln. «Dies ist ein riesiger Schritt für unseren Rettungsdienst», betont Markus Bürgi. «Ab dem 1. Juni verfügen wir über professionelle Strukturen und sind den anderen Rettungsdiensten gleichgestellt.»
Der 2-Schicht-Betrieb beinhaltet eine Tages- und eine Nachtschicht von je 12 Stunden Dauer (7 bis 7) und dies während des ganzen Jahres. Ein Team mit zwei Personen und dem Fahrzeug ist neu immer vor Ort. Damit besteht die Möglichkeit, dass innerhalb von zwei Minuten nach Alarmierung ausgerückt werden kann, womit die Normen des Interverbandes für Rettungswesen (IVR) erfüllt werden. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Rettungsdienstes steht neu eine Wohnung in unmittelbarer Nähe des Stützpunktes zur Verfügung.
Aufgrund des Wechsels vom Pikettsystem zum 2-Schicht-Betrieb muss das bestehende Team um drei auf 19 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aufgestockt werden. Fünf davon verfügen über ein 100-Prozent-Pensum. Die weiteren Mitglieder des Teams arbeiten zwischen 20 und 60 Prozent.
Markus Bürgi und sein Team freuen sich auf den Start am 1. Juni 2020 in eine neue Ära des Rettungsdienstes Küssnacht. Damit verbunden ist ein herzliches Dankeschön: «Der Bezirk Küssnacht stand immer voll und ganz hinter unserem Projekt. Für die Unterstützung danken wir herzlich.»