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Aufstockung und Umbau Ebnet 1 und 2

Die Bezirksschulen benötigen mehr Platz, da die Anzahl der Schülerinnen und Schüler stetig zunimmt. Zudem müssen bestehende Schulhäuser saniert werden. Das Provisorium auf der Chaspersmatte bietet kurzfristig Entlastung. Mit der Aufstockung und dem Umbau der Schulanlage Ebnet 1 und 2 soll als erste Massnahme Platz für die Oberstufe geschaffen werden. Multifunktionale Schulräumlichkeiten mit möglichst grossem Handlungsspielraum sollen auch der pädagogischen Weiterentwicklung der Oberstufe Rechnung tragen. Zudem sollen die Logopädie und Psychomotorik für den ge samten Bezirk zentral integriert sowie akustisch angepasste Räume für die Musikschule geschaffen werden und die grösser dimensionierte Aula sowie die flexibel erweiterbare «alte Bibliothek» auch für die Öffentlichkeit nutzbar sein.

Ausgangslage

Die Schülerzahlen im Bezirk Küssnacht steigen stark an. Aktuell besuchen rund 1’330 Kinder und Jugendliche die Bezirksschulen – in den kommenden Jahren werden rund 290 zusätzliche Schülerinnen und Schüler erwartet.

Die vorhandenen Schulräume sind bereits heute vollständig ausgelastet. Es fehlt an Klassenzimmern, Fachräumen und Platz für ergänzende Angebote. Die Situation ist so angespannt, dass bereits Provisorien erstellt wurden und selbst das Rektorat ausgelagert werden musste.

Ausserdem besteht in vielen Schulanlagen dringender Sanierungsbedarf.

Diese Entwicklung zeigt: Die Kapazitätsgrenzen sind erreicht und teilweise bereits überschritten.

Schülerprognosen bis ins Schuljahr 2040/2041. Während es im Bezirk Küssnacht aktuell rund 1'330 Schülerinnen und Schüler gibt, steigt diese Zahl gemäss Prognose bis zum Schuljahr 2040/2041 auf 1'620.

Prognose der Anzahl Schülerinnen und Schüler

Die Bezirksschulen Küssnacht lassen seit dem Schuljahr 2020/2021 Prognosen der Schülerinnen und Schüler sowie Klassenzahlen erstellen. Ziel der Prognosen ist es, die Entwicklung kurz-, mittel- und lang­fristig aufzuzeigen und damit die Bereitstellung von Schulraum weitsichtig planen zu können.

Prognose der Anzahl Schülerinnen und Schüler

Die Prognose der Anzahl Schülerinnen und Schüler ist der erste Schritt der Schulraumplanung. Der Prognosehorizont beträgt dabei 15 Jahre. Dies ermöglicht ausgehend von den aktuellen Werten und den analysierten Entwicklungstendenzen die bestmögliche und für die strategische Schulraumplanung zweckmässige Prognose.

Die Prognose für die Bezirksschulen Küssnacht wird von der Eckhaus AG erstellt und laufend aktualisiert. Sie basiert auf der Analyse diverser Inputgrössen. Es dienen die Angaben der Bezirksschulen Küssnacht, die eigene Raumbeobachtung sowie Daten des Bundesamts für Statistik (BFS):

Aus der obigen Prognose werden anschliessend die Anzahl Klassen und letztlich die erforderlichen Schulraumkapazitäten abgeleitet. Hierbei gilt zu beachten, dass die Schülerinnen und Schüler der Regelklassen sowie Spezialklassen zusammenzuzählen sind. Diese Zahlen sind aus der Tabelle oberhalb der Grafik ersichtlich. Die Bezirksschulen Küssnacht haben aktuell 1'331 Schülerinnen (davon 1'229 in Regelklassen und 102 in Spezialklassen). Für das Schuljahr 40/41 werden 1'620 Schülerinnen und Schüler prognostiziert (davon 1'482 in Regelklassen und 138 in Spezialklassen).

Zum kompletten Monitoring 25/26

Herausforderungen

Der Bezirk steht unter hohem Druck. Die Engpässe im Schulraum sind akut und betreffen viele Bereiche gleichzeitig. Unterrichtsräume fehlen, bestehende Gebäude sind übernutzt, und notwendige Sanierungen wurden teilweise aufgeschoben.

Insbesondere das Schulhaus Ebnet 1 weist einen hohen Sanierungsbedarf auf. Erdbebensicherheit, Energieeffizienz und moderne Infrastruktur entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an zeitgemässe Lernformen, die flexible und vielseitig nutzbare Räume erfordern.

Die Kombination aus Wachstum, Platzmangel und Sanierungsbedarf macht ein rasches und koordiniertes Handeln unumgänglich.

Bisheriges Vorgehen

Der Bezirk hat die Entwicklung der Schülerzahlen eng begleitet und eine umfassende strategische Schulraumplanung erarbeitet. Darin hat er einen Acht-Schritte-Plan bis ins Schuljahr 2040/2041 definiert.

Zur strategischen Schulraumplanung

Als erster grosser Schritt wurde die Erweiterung der Schulanlage Ebnet definiert. Eine Machbarkeitsstudie bestätigte die Umsetzbarkeit. Mit dem Projekt «Ebnet+» liegt ein ausgereiftes Konzept vor, das den heutigen und zukünftigen Anforderungen gerecht wird.

Aufgrund der hohen Dringlichkeit beantragt der Bezirksrat die Ausgabenbewilligung für die Planung und den Bau bewusst gemeinsam. Ein gestaffeltes Vorgehen würde zu Verzögerungen führen und die ohnehin angespannte Situation weiter verschärfen.

Lösung

Mit dem Projekt «Ebnet+» wird die Schulanlage gezielt erweitert und umfassend erneuert:

Schnelle Entlastung und mehr Schulraum

Durch eine Aufstockung und einen Verbindungsbau entsteht dringend benötigter Platz für die Oberstufe. Provisorien können reduziert und ausgelagerte Bereiche – wie die Logopädie und die Psychomotorik – wieder integriert werden.

Was wird gebaut?

Mitteltrakt:

  • Erweiterte flexible Aula
  • 12 flexible Unterrichtsräume

Aufstockung:

  • 6 flexibel nutzbare Unterrichtsräume

Ebnet 1:

  • Sanierung (unter anderem energetisch, brandschutztechnisch und erdbebenertüchtigt)
  • Nebenräume zu den Unterrichtsräumen (beispielsweise Sanitäranlagen auf jeder Etage)

Umfassende Sanierung

Das bestehende Gebäude Ebnet 1 wird grundlegend erneuert und an heutige Standards angepasst – insbesondere in den Bereichen Sicherheit, Energie und Technik.

Flexible Lernräume für die Zukunft

Die neuen Räume sind multifunktional gestaltet und ermöglichen moderne Unterrichtsformen sowie zukünftige Entwicklungen in der Schule.

Zentrale Angebote und öffentliche Nutzung

Musikschule, Logopädie und Psychomotorik werden an einem Ort gebündelt. Eine neue, grössere Aula steht auch Vereinen und der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Nachhaltige und etappierte Umsetzung

Die Bauarbeiten erfolgen in Etappen, sodass der Schulbetrieb weiterlaufen kann. Die Bauweise ist effizient, nachhaltig und auf langfristige Nutzung ausgelegt.

Die Investition beträgt 31.78 Millionen Franken (+/- 15 Prozent), wovon ein wesentlicher Teil in die notwendige Sanierung bestehender Infrastruktur fliesst. Die Inbetriebnahme ist für März 2030 geplant.

Plausibilisierung

Das vorliegende Projekt wurde einer Plausibilisierung unterzogen und erwies sich als das effektivste und effizienteste. Die Kosten wurden ebenfalls plausibilisiert. Gemäss Plausibilisierung geht man von einer bis anderthalb Millionen Franken pro Klassenkapazität (inkl. Anteil an Nebenräumen wie Sanitäranlagen etc.) aus.

Vereinfachte Berechnung (Plausibilisierung)

Betrag in Mio. Franken

Mitteltrakt:

 

- Erweiterte, neue Aula

3.00

- 12 flexible Unterrichtsräume à 1 Mio.

12.00

Aufstockung Ebnet 1:

 

- 6 Unterrichtsräume (flächenmässig) à 1 Mio.

6.00

Sanierung Ebnet 1:

8.00

Bauherrenreserve:

2.78

Total

31.78

Abstimmung am 14. Juni 2026

Bildung ist das Fundament einer funktionierenden Gesellschaft. Damit der Bezirk Küssnacht auch in Zukunft qualitativ hochwertigen Unterricht gewährleisten kann, sind ausreichende und zeitgemässe Schulräume entscheidend.

Abstimmungsempfehlung: JA

 

Zur gesamten Botschaft

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