Zurzeit befinden sich Jungvögel auf ihren ersten Ausflügen – teilweise, ohne fliegen zu können. Sie lernen gerade, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden. In der Regel ist für die Menschen deshalb Zurückhaltung bei der Hilfe gefragt.
Im Frühling und Frühsommer verlassen viele Jungvögel ihr Nest, obwohl sie noch nicht fliegen können. Diese sogenannten Ästlinge wirken oft hilflos, werden aber in der Regel weiterhin von ihren Eltern versorgt.
Der Bezirk Küssnacht bittet die Bevölkerung deshalb, Jungvögel nicht vorschnell mitzunehmen. Solange ein Vogel wach, beweglich und unverletzt ist, braucht er meist keine Hilfe. Die Eltern halten sich häufig in der Nähe auf, auch wenn sie nicht sofort sichtbar sind.
Eingreifen ist nur nötig, wenn ein Jungvogel verletzt, unbefiedert oder sichtbar geschwächt ist oder sich an einem gefährlichen Ort befindet, etwa auf einer Strasse oder in der Nähe von Katzen. In solchen Fällen kann das Tier vorsichtig in ein nahegelegenes Gebüsch gesetzt werden. Bei Unsicherheit hilft die Schweizerische Vogelwarte unter 041 462 97 00 weiter. Naturnahe Gärten leisten darüber hinaus einen wichtigen Beitrag zum Schutz von Vögeln. Heimische Sträucher, wilde Ecken und der Verzicht auf Pestizide schaffen Lebensraum und Nahrung für Jungvögel. Geeignete einheimische Sträucher können kostenlos unter www.kuessnacht.ch/lek bestellt werden.
Oft ist Beobachten und Melden die beste Hilfe für die Jungvögel. Wer der Natur Raum gibt, unterstützt die Artenvielfalt direkt vor der eigenen Haustür.
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