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Umwelttipp: Respekt auf dem Stand-up-Paddle im See

Des einen Freud, des anderen Leid – das gilt auch beim Stand-up-Paddeln. Der beliebte Freizeitsport bringt uns Spass und Entspannung. Wildtiere jedoch können durch die Paddelbretter ganz schön in Stress geraten. Wer sich an ein paar wichtige Regeln hält, hilft mit, dass sich in und auf den Gewässern alle wohlfühlen.

Kaum spielt das Wetter mit, wimmelt es auf den Schweizer Seen wieder von Stand-up-Paddles, auch bekannt als SUP. In den vergangenen Jahren hat sich SUP zur Trendsportart entwickelt. Aus gutem Grund: Das Paddeln ist einfach und vereint Sport, Entspannung und Naturerlebnis in einem. Damit aber der Ausflug zum See oder Fluss für alle entspannt bleibt, gilt es, Rücksicht zu nehmen – auch auf die Tiere im Wasser. Viele unterschätzen die Auswirkungen der Paddelaktivitäten auf die heimische Fauna.

So wirken SUPs auf Wasservögel trotz gemächlichen Vorankommens bedrohlich und können schon auf 100 Meter Entfernung einen Fluchtreflex auslösen. Das kostet die Tiere Energie, belastet sie und kann ihr Überleben und ihren Fortpflanzungserfolg beeinträchtigen. Damit Natur und Tiere nicht unnötig gestört werden, sind nur ein paar einfache Regeln zu beachten:

  • Paddeln Sie an Orten mit wenig Störungspotenzial, zum Beispiel auf offenen Wasserflächen ohne Vogelansammlungen oder in Siedlungsgebieten mit Uferverbauung. Und: Halten Sie Ihren Erforschungsdrang im Zaum. Auch wenn das Beobachten Spass macht – steuern Sie nicht direkt auf Wasservögel zu oder verfolgen sie gar.
  • Halten Sie ausserdem mindestens 100 Meter Abstand zu sensiblen Gebieten: Ausgedehnte Schilfgürtel und andere Ufervegetation, Kiesinseln und Aufschüttungen sind wertvolle Rückzugsgebiete, Brut und Rastplätze von Wasservögeln wie Haubentaucher oder Reiherenten. Meiden Sie diese ganz – das gilt auch für den Ein- und Ausstieg.

Saubere Bretter

Um die Ausbreitung von gebietsfremden, potenziell schädlichen Arten wie zum Beispiel die invasive Quaggamuschel zu verhindern, muss die gesamte Ausrüstung vor jedem Gewässerwechsel mit heissem Wasser gereinigt und vollständig getrocknet werden.

Respekt auf dem Brett lohnt sich, damit unser Freizeitvergnügen nicht zur Gefahr für Wasservögel und andere Wildtiere wird. Übrigens: Was für SUP gilt, gilt natürlich auch für Ausflüge mit Schlauchboot, Kajak oder Wingfoil.