Am Abstimmungssonntag vom 18. Mai hat sich die Stimmbevölkerung gegen den Ersatzbau der Asylunterkunft ausgesprochen. Damit bleiben die Herausforderungen für die Unterbringung von Geflüchteten weiterhin bestehen. Der Bezirksrat wird alternative Lösungen prüfen und diese der Bevölkerung vorlegen.
Die Stimmberechtigten des Bezirks Küssnacht haben am 18. Mai das Projekt zum Ersatzbaus der Asylunterkunft im Luterbach mit 55 Prozent Nein-Anteil abgelehnt. Dieses Ergebnis zeigt, dass ein Teil der Bevölkerung weiterhin Bedenken hinsichtlich des Projekts hat.
Der Bezirksrat respektiert das Votum der Stimmberechtigten. Dennoch bestehen durch diesen Entscheid nach wie vor die grossen Herausforderungen bei der Unterbringung von Asylsuchenden, Flüchtlingen und vorläufig Aufgenommenen. Die Containeranlage ist veraltet und nicht mehr zweckmässig. Besonders die hohen Heiz- und Stromkosten belasten das Budget des Bezirks erheblich – allein im letzten Jahr 2024 beliefen sie sich auf gut 64’000 Franken.
Neben den finanziellen Aspekten sind auch die Wohnverhältnisse problematisch. Die Container bieten kaum Rückzugsmöglichkeiten, insbesondere für Kinder und Familien. Es fehlt an Privatsphäre, was das Lernen für die Schule erschwert.
Um die Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich unterzubringen, mietet der Bezirk Küssnacht über die Containerunterkünfte im Luterbach und der Schürmatt hinaus aktuell 39 Wohnungen an. Rund ein Drittel der angemieteten Wohnungen sind befristet, was bedeutet, dass immer wieder neue Unterkünfte gesucht und Umzüge organisiert werden müssen. Dies bindet wiederum zusätzliche Personalressourcen. Zudem ist der Wohnungsmarkt im Bezirk Küssnacht ausgetrocknet – besonders für jene preisgünstige Wohnungen, die in diesem Bereich gesucht sind. Dies führt dazu, dass der Bezirk beim Anmieten von Wohnungen in direkter Konkurrenz mit Privaten steht, die ebenfalls auf eine preisgünstige und familienfreundliche Wohnung angewiesen sind. Der Bezirk Küssnacht muss diese Herausforderungen dringend angehen – sowohl für die Personen aus dem Asyl- und Flüchtlingsbereich als auch für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler im Bezirk Küssnacht.
Der Bezirksrat wird nun alternative Lösungen prüfen, um die bestehenden Unterbringungsbedingungen zu verbessern. Dabei wird er weiterhin den Dialog mit der Bevölkerung suchen und transparente Informationen bereitstellen.