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Nicht mehr zeitgemäss: Die Asylcontainer heizen zum Fenster raus

Die bestehende Containerunterkunft in Küssnacht ist veraltet und nicht mehr zweckmässig. Hohe Unterhaltskosten und mangelnde Wohnqualität sprechen für einen Ersatzbau. Der Bezirk plant daher den Ersatzbau einer Asylunterkunft. Die Volksabstimmung findet am 18. Mai statt.

Die aktuelle Containerunterkunft auf dem hinteren Teil der Küssnachter Sportanlage Luterbach war ursprünglich als provisorische Lösung gedacht. Doch mit den Jahren wurde daraus eine dauerhafte Unterbringungslösung, die den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht wird. Besonders die hohen Heiz- und Stromkosten belasten das Budget des Bezirks erheblich – allein im letzten Jahr 2024 beliefen sie sich auf gut 64’000 Franken.

Wenig Integrationsmöglichkeit
Neben den finanziellen Aspekten sind auch die Wohnverhältnisse problematisch. Die Container bieten kaum Rückzugsmöglichkeiten, insbesondere für Kinder und Familien. Es fehlt an Privatsphäre, was das Lernen für die Schule erschwert. Zudem sind die engen Platzverhältnisse für Familien ungeeignet: Kinder können keine Freundinnen und Freunde zu sich nach Hause einladen, was ihre Integration zusätzlich erschwert.

Zeitgemässer Ersatzbau

Um diesen Herausforderungen zu begegnen, plant der Bezirk auf dem Grundstück 3116 im Gebiet Luterbach den Bau einer neuen Unterkunft für Asylsuchende, Flüchtlinge und vorläufig Aufgenommene. Das Gebäude soll fünf Stockwerke umfassen und Platz für 97 Personen bieten.

Ein fester Bau stellt eine langfristig wirtschaftlichere und sozialverträglichere Lösung dar. Er bietet bessere Wohnverhältnisse, mehr Privatsphäre und trägt zur Integration der Bewohnerinnen und Bewohner bei. Aus bautechnischer und wohnhygienischer Sicht ist der Neubau der Containerlösung überlegen.

Abstimmung am 18. Mai

Im Juni 2023 genehmigten die Stimmberechtigten des Bezirks Küssnacht eine Ausgabebewilligung von 450 000 Franken für die Planung des Ersatzbaus Asylunterkunft. Am 7. April wird nun die Ausgabenbewilligung zum Bau an der Bezirksgemeinde behandelt. Die endgültige Abstimmung darüber findet am 18. Mai statt. Der Bezirksrat empfiehlt, der Sachvorlage zuzustimmen.