Bezirksammann Oliver Ebert gibt einen Ausblick auf das Jahr 2025.
Der Bezirk Küssnacht bewegt sich gegenwärtig in einem dynamischen Umfeld. In den verschiedenen Ressorts stehen vielfältige Aufgaben und Herausforderungen an. Die kommenden Jahre werden von intensiven Finanzgeschäften geprägt sein. Die Neue Zentrumsgestaltung, provisorischer Schulraum, neuer Schulraum, eine Asylunterkunft, ein Neubau des Mehrzweckgebäudes Kreuzmatt, ein Parkhaus, diverse Strassenbau- und Infrastrukturprojekte, das Areal Ebnet und viele kleinere Projekte stehen an. Hier gilt es genau hinzuschauen, zu priorisieren und haushälterisch, aber doch ausgewogen mit unseren Bezirksfinanzen umzugehen. Zudem strebt der Bezirksrat auch für die kommenden Jahre eine langfristige und stabile Steuerpolitik an – im Sinne unserer Bevölkerung. Im letztjährigen Gemeinderanking der Handelszeitung steht Küssnacht so gut da wie noch nie, auf Rang 12. Das erfüllt uns mit grossem Stolz. Wir sehen die gute Rangierung aber auch als Verpflichtung, uns stetig weiterzuentwickeln.
Bei den Blaulichtorganisationen steht aufgrund gestiegener Einsatzzahlen ein zweites Rettungsdienst-Fahrzeug auf der Bestellliste. Die Stützpunktfeuerwehr erhält ein neues Kleinlöschfahrzeug für kleinere Ereignisse und unwegsamem Gelände. Zudem beschloss der Bezirksrat die Nachfolge des Kommandanten Major Martin Arnet: Martin Arnet wird die SFK noch bis Ende 2025 anführen. Danach wird Patrick Laimbacher in seine Fussstapfen treten.
Für das kommende Jahr steht die Abstimmung der Gesamtrevision Zonenplan im Fokus. Zum einen dient diese der Überprüfung des Zonenplans. Zum anderen lässt sich dadurch gleichzeitig die Bauordnung den heutigen Gegebenheiten anpassen. Dazu gehören überdies der Zonenplan Landschaft, die Überarbeitung der Gefahrenzonen sowie die Gewässerraumausscheidungen. Die Gestaltung eines neuen Parkraumes im Zentrum Küssnachts möchten wir in einem interaktiven Prozess mit der Bevölkerung ebenfalls ein Stück weiterbringen. Dabei verfolgt der Bezirksrat nach wie vor das Ziel, den Seeplatz autofrei zu gestalten. Stattdessen sollen an einem alternativen Standort Parkmöglichkeiten entstehen. Zudem startet der Bezirksrat nun einen strategischen Prozess, um das Areal Ebnet rund um die Rigi-Halle und die Curlinghalle neu zu denken. Dabei entwickeln wir Ideen für die künftige Gestaltung des Areals respektive Visionen für die kommenden Jahrzehnte. Der Bezirk steht aber noch ganz am Anfang eines mehrjährigen Prozesses, dessen Ausgang noch völlig offen ist. Denkbar sind zum jetzigen Zeitpunkt unter anderem ein neues Zentrum für Sport, Kultur und Freizeit sowie erneuerte Schulanlagen.
Das Dorfzentrum Küssnacht soll dank verschiedener Massnahmen noch attraktiver werden. 2021 hatten die Stimmberechtigten die Pluralinitiative «Lebenswertes Dorfzentrum Küssnacht» genehmigt. Daraufhin erarbeitete eine Planungskommission ein Konzept für die neue Zentrumsgestaltung. Dieses hat der Bezirksrat kürzlich genehmigt. Nun geht es an die Ausarbeitung des Bauprojekts, das voraussichtlich im Sommer 2025 öffentlich aufgelegt wird. Bevor es aber so weit ist, werden wir nochmals mit den involvierten Grundeigentümerschaften Gespräche führen. Der Bezirksrat ist optimistisch, dass das Vorhaben im kommenden Jahr genehmigt werden kann und die Bauarbeiten Ende 2026 starten werden. Die Bauzeit dürfte rund drei Jahre dauern.
Die steigende Anzahl Schülerinnen und Schüler sowie entsprechender Raumbedarf sind nicht nur aktuell, sondern auch in Zukunft Schwerpunktthemen des Ressorts Bildung. Es braucht nicht nur neuen Schulraum. Auch bestehender, teilweise erheblich in die Jahre gekommener Raum bedarf einer Sanierung und einer Anpassung an die heutigen Richtlinien. Es gilt für den ganzen Bezirk, eine vorausschauende Planung vorzunehmen und umzusetzen.
Das Ressort Soziales und Gesellschaft ist im Asyl- und Migrationsbereich weiterhin gefordert, zugewiesene Geflüchtete im Bezirk unterzubringen. Da günstiger Wohnraum in Küssnacht rar ist, muss das Ressort Soziales und Gesellschaft viel finanzielle und personelle Ressourcen aufwenden, um geeignete Unterkünfte zu finden. Zudem steht der Bezirk bei der Suche nach günstigem Wohnraum leider in direkter Konkurrenz zur einheimischen Bevölkerung. Umso wichtiger ist nun, dass die Planung und Umsetzung einer neuen Asylunterkunft vorangehen. Voraussichtlich im Frühjahr 2025 wird das Stimmvolk an der Urne über die entsprechende Ausgabenbewilligung zum Bau befinden.
Voller Mut und Zuversicht ins 2025
Die Kriege, die globalen Ströme der Geflüchteten und die globalen politischen Unsicherheiten, aber auch unsere eigene Infrastruktur werden uns also in den nächsten Jahren erneut herausfordern. Wir werden diese Herausforderung annehmen und die für Sie und für den Bezirk Küssnacht besten Lösungen anstreben. Im Namen des Bezirksrates danke ich Ihnen für das Vertrauen sowie den konstruktiven Austausch der letzten Jahre. Ich hoffe, dass wir auch in Zukunft auf Ihre Unterstützung zählen können. Lassen Sie uns voller Mut und Zuversicht gemeinsam in das neue Jahr starten. Übrigens: Vom 13. bis 15. Juni gastiert die Tour de Suisse im Bezirk Küssnacht. Bitte markieren Sie dieses Wochenende bereits heute in Ihrem Terminkalender.
Oliver Ebert
Bezirksammann