Icon Arrow Down Icon Hamburger Icon Close Icon Suche Icon Foto Icon Video Icon Webcam Icon Tageskarten Icon Dienstleistungen Icon OSM Icon Feuerlöscher Icon Rettungswagen Icon Offene Stellen Newsletter

Breadcrumb

40 Jahre Engagement für den Rettungsdienst

Seit vier Jahrzehnten engagiert sich Michael «Sven» Achermann im Rettungsdienst Küssnacht

Jubilar Michael Achermann (rechts) und Leiter Markus Bürgi mit einer alten Tragbahre, welche vom Rettungsdienst Küssnacht vor 60 Jahren eingesetzt wurde.

 

Michael Achermann: Mit Herzblut, Leidenschaft und einem aussergewöhnlichen Sinn für Verantwortung.

Sein Einsatz für den Rettungsdienst begann im Jahr 1984, inspiriert durch seinen Vater Willy Achermann, der ebenfalls im Rettungsdienst aktiv war. «Mein Vater erzählte oft von den Einsätzen des Rettungsdienstes, die vor allem Unfälle betrafen, und weckte so früh mein Interesse an der Ersten Hilfe und dem Engagement für andere», erinnert sich Michael Achermann. Er startete seine Ausbildung mit dem Nothelfer- und Samariterkurs und fand schnell seine Berufung. Nachdem er zunächst als Zollbeamter tätig war, suchte er nach einer Tätigkeit in der Zentralschweiz, bei der er mit Menschen arbeiten konnte. Bei der Berufsberatung entschied er sich zwischen Hotel und Spital für Letzteres. Es folgten umfangreiche Ausbildungen in Pflege, Intensivpflege, Anästhesie und Rettungsdienst – Grundlagen, die ihm bis heute in seiner Tätigkeit im Rettungsdienst zugutekommen.

Patienten gleich vor Ort beurteilen und behandeln

Der Einstieg in den Rettungsdienst Küssnacht fiel in eine Zeit, in welcher der Fokus noch stark auf den technischen Aspekten des Rettungswagens lag. «Aufladen und losfahren» lautete das damalige Motto. Michael Achermann war massgeblich daran beteiligt, diese Arbeitsweise weiterzuentwickeln. Medizinische Massnahmen wie das Legen von Infusionen, die Verabreichung von Schmerzmitteln und das Messen des Blutdrucks wurden eingeführt. Mit fortschrittlichen technischen Geräten und einem stetig wachsenden Wissensstand konnten Patienten vor Ort immer besser beurteilt und behandelt werden.

Engagement als Berufung

Obwohl Michael Achermann seinen Dienst im Rettungsdienst mit einem Pensum von 40 Prozent nebenberuflich ausübt, ist er mit ganzem Herzen dabei. Für ihn ist es eine Berufung, Menschen in schwierigen Situationen zu helfen und mit seinem Wissen etwas Positives zu bewirken. Er bezeichnet dies treffend als seinen Beitrag für ein gutes Leben von anderen Personen. Das soziale Engagement liegt in der Familie: Bereits sein Grossvater war Samariterlehrer und Präsident des Samaritervereins. Diese Tradition führte Michael Achermann vor 40 Jahren fort und blieb seinem Leitgedanken stets treu. Heute gehört Michael Achermann zu einem Team von 21 Mitarbeitenden des Rettungsdienstes, das sich aus Vollzeit- und Teilzeitkräften zusammensetzt. Darunter befinden sich ein Notarzt sowie fünf Angestellte im Vollzeitpensum. Michael Achermann ist zusätzlich im Bereich Qualitätssicherung aktiv – eine Aufgabe, die er mit Kompetenz, Umsicht und Engagement erfüllt. Neben seiner Tätigkeit im Rettungsdienst arbeitet er hauptberuflich im Spital Stans in der Anästhesie. Michael Achermann wird im September 2025 pensioniert. Der Leiter des Rettungsdienstes lässt bereits heute durchblicken, dass man vom enormen Wissen und der riesigen Erfahrung des langjährigen Mitarbeiters über die Pensionierung hinaus profitieren möchte.

Entwicklung Rettungsdienst

Die letzten 40 Jahre brachten eine enorme Entwicklung im Rettungsdienst Küssnacht. Die medizinische Versorgung wurde stark professionalisiert, und das medizinische Wissen der Rettungskräfte wird heute direkt vor Ort angewandt. Die wertvolle Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen sowie die Unterstützung durch den Bezirk als guter Arbeitgeber und die Anerkennung durch die Bevölkerung tragen massgeblich zum Erfolg des Rettungsdienstes bei. Michael Achermann hebt hervor, wie wichtig die Einführung von First Respondern war, die in Herzmassage geschult sind und in kürzester Zeit (schneller als der Rettungswagen) am Einsatzort eintreffen können.

Anerkennung für 40 Jahre Engagement im Rettungsdienst

Markus Bürgi, Leiter des Rettungsdienstes Küssnacht, findet herzliche Worte für Achermanns beeindruckende Laufbahn: «Michael, wir gratulieren dir herzlich zu deinem 40-jährigen Jubiläum als Mitarbeiter des Rettungsdienstes Küssnacht und danken dir für deinen grossartigen Einsatz im schönsten Job der Welt. Wir dürfen täglich mit Menschen arbeiten. Wir dürfen ihnen helfen und wissen nie, was uns erwartet – das macht unseren Beruf so spannend und herausfordernd. Wir sind stolz, einen so langjährigen, engagierten und kompetenten Mitarbeiter wie dich in unseren Reihen zu haben.»

60 Jahre Rettungsdienst Küssnacht: Vom Krankentransportdienst zum professionellen Rettungsdienst

Auch der Rettungsdienst Küssnacht feierte ein Jubiläum: Anfang November blickten heutige und ehemalige Mitarbeitende auf 60 Jahre verdienstvolle Tätigkeit zurück.

Im Jahr 1964 wurde der Krankentransportdienst durch freiwillige Mitglieder der Feuerwehr und der Samariter gegründet. Heute ist er ein professioneller 24-Stunden-Service, der rund um die Uhr für die Einwohnerinnen und Einwohner des Bezirks Küssnacht im Einsatz ist.

Gründung und erste Jahre (1964)

Der damals «Krankentransportdienst» genannte Rettungsdienst wurde von freiwilligen Mitgliedern der Feuerwehr Küssnacht und der Samariter gegründet. Die Helfer engagierten sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit sowie mit privaten Fahrzeugen. Über eine professionelle medizinische Ausbildung verfügten die Feuerwehrleute damals nicht.

Wandel und Professionalisierung (1970er- und 1980er-Jahre)

Ab den 1970er-Jahren stiegen die Einsatzzahlen und es wurde klar, dass der Kra-kentransportdienst professionalisiert werden muss. Bereits drei Jahre später, 1973, konnte der erste Rettungswagen beschafft werden. Auch das Team wurde entsprechend ausgebildet und der Service für die Einwohnerinnen und Einwohner auf ein neues Level gehoben.

Der Rettungsdienst als 24-Stunden-Betrieb (1990er-Jahre)

Die wachsende Bevölkerungszahl des Bezirks Küssnacht sowie die steigenden Anforderungen an den Rettungsdienst trugen dazu bei, dass ein 24-Stunden-Service aufgebaut werden musste. Der Rettungsdienst entwickelte sich zu einer Profi-Organisation weiter, welche der Bevölkerung 24 Stunden zur Verfügung steht, vorerst noch in einem Pikettbetrieb. So rückten die Mitarbeitenden des Rettungsdienstes Tag und Nacht von zuhause aus.

Moderne Entwicklungen (2000er-Jahre bis heute)

Die Technik und die medizinische Ausrüstung des Rettungsdienstes Küssnacht entwickelten sich im Laufe der Zeit stetig weiter. Auch die Zusammenarbeit mit anderen Rettungsdiensten und Spitälern wurde intensiviert, um den Service für die Bevölkerung zu verbessern. Um den hohen Anforderungen für zukünftige Zertifizierungen gerecht zu werden, führte der Rettungsdienst im Jahr 2020 einen 2-Schicht-Betrieb (je 12 Stunden) ein. Diese Massnahme sorgt dafür, dass der Rettungsdienst Küssnacht jederzeit – rund um die Uhr – schnell und professionell für die Bevölkerung im Einsatz ist.

Rettungsdienst
Von 56 Einsätzen im Jahr 1964 bis zu über 1400 Einsätzen pro Jahr heute: Das Plakat zeigt die wichtigsten Meilensteine in der 60-jährigen Geschichte des Rettungsdienstes Küssnacht auf.