Eine Aufruf des Vernetzungsprojektes des Bezirks Küssnacht.
Das Vernetzungsprojekt des Bezirks Küssnacht besteht seit 2013. Ziel des Projekts ist, die regional charakteristische Artenvielfalt auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche zu erhalten und zu fördern.

Engagierte Landwirtinnen und Landwirte setzen im Rahmen des Vernetzungsprojekts jährlich zahlreiche Massnahmen zur Förderung der heimischen Tier- und Pflanzenwelt um. Zu Beginn des Projektes wurden deshalb Ziel- und Leitarten definiert, die gezielt in unserem Projektgebiet gefördert werden sollen. Zielarten sind lokal bis regional vorkommende, national gefährdete Arten, die es zu erhalten und fördern gilt. Leitarten sind für einen bestimmten Lebensraum repräsentativ und charakteristisch für unsere Region. Mit dieser Auswahl können die unterschiedlichen Lebensraumansprüche und der Raumbedarf von zahlreichen weiteren Tierarten auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche berücksichtigt werden. Bei der Überprüfung der Wirksamkeit unserer Massnahmen ist die Erfolgskontrolle ein wesentlicher Bestandteil.
Konnten Sie diese Ziel- und Leitarten im Bezirk Küssnacht bereits beobachten?
Wir bitten die Bevölkerung und alle Bewirtschafterinnen und Bewirtschafter, mitzuhelfen. Beobachtungen – am besten mit Orts- und Datumsangabe und falls vorhanden Fotos – können einfach gemeldet werden an:
Bezirk Küssnacht
Stefanie Weiss
umwelt@kuessnacht.ch
Tel. 041 854 02 27
Dank Ihren Rückmeldungen können gezielte und wirksame Fördermassnahmen für unsere Ziel- und Leitarten in Küssnacht umgesetzt werden. Vielen Dank für Ihre aktive Unterstützung.
Ziel- und Leitarten: Vom Hermelin bis zum Feldhase

Hermelin
- Mustela erminea
- Rote-Liste-Status: nicht gefährdet
- Lebensraum: strukturreiche, offene Landschaften
- Nahrungsquelle: kleine Säugetiere wie Mäuse und Hasen
- Sommerkleid rotbraun mit einem gelblich-weissen Bauch, Winterkleid schneeweiss, ganzjährige schwarze Schwanzspitze

Mauswiesel
- Mustela nivalis
- Rote-Liste-Status: verletzlich
- Lebensraum: Landschaften mit Deckungsmöglichkeiten vor Räubern in der Nähe von Flüssen, Seen oder Mooren
- Willkommener Mäusejäger in der Landwirtschaft
- Kleiner als das Hermelin und keine schwarze Schwanzspitze

Barrenringelnatter
- Natrix helvetica
- Rote-Liste-Status: stark gefährdet
- Lebensraum: Feuchtgebiete mit Schlupfwinkel und Überwinterungsplätze
- Als gute Schwimmerin flüchtet sie bei Gefahr ins Wasser
- An Körperflanke schwarze, oft quer stehende Linien (Barren)

Schwalbenschwanz
- Papilio machaon
- Rote-Liste-Status: nicht gefährdet
- Lebensraum: buschreiche Trockenwiesen, Feuchtwiesen, extensiv bewirtschaftete Magerwiesen, Gärten und strukturreiche Waldränder
- Die Raupen fressen meist Doldengewächse wie Wilde Möhre oder Fenchel

Feldhase
- Lepus europaeus
- Rote-Liste-Status: verletzlich
- Lebensraum: halboffene Landschaften mit gestuften Waldrändern sowie Hecken und
- Feldgehölzen als Deckungsstruktur
- Nahrung: grüne Pflanzen, Holz und Rinde; Wasserbedarf wird durch die Nahrungsaufnahme gedeckt