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Nachbarschaftshilfe ist ein Gewinn für alle

Das Angebot der Nachbarschaftshilfe ist im Bezirk Küssnacht seit mehreren Jahren sehr willkommen.

Nachbarschaftshilfe im Grossverteiler: Der Freiwillige Karl Büeler mit dem von ihm betreuten Rentner beim Einkaufen.

 

Einkaufen, Entsorgungen tätigen und Wäsche aufhängen sind einfache Verrichtungen im Alltag, die älteren Menschen zuhause die selbstständige Bewältigung des Lebens erschweren können. Ein selbstständiges und selbstbestimmtes Leben in gewohnter Umgebung ist jedoch ein zentrales Anliegen der älteren Bevölkerung im Bezirk Küssnacht, wie die breit angelegte Befragung der Hochschule Luzern im Auftrag des Seniorenrats bereits 2014 aufgezeigt hat.

Die Gesellschaft verändert sich

Weil Kinder oft nicht in der Nähe ihrer betagten Eltern wohnen oder durch ihre Berufstätigkeit nicht mehr die nötige Unterstützung gewährleisten können, verändert sich unsere Gesellschaft. Dadurch wird die nachbarschaftliche Hilfe umso wichtiger. Die Bevölkerung wächst zahlenmässig stetig, auch im Bezirk Küssnacht. Spontane Hilfeleistungen funktionieren in einigen Quartieren oder Mehrfamilienhäusern noch immer bestens. Doch zugezogene ältere Menschen können oftmals nur beschränkt auf ein gut funktionierendes soziales Netz in ihrer Nähe zurückgreifen. So sind sie sowie auch gehbehinderte alleinstehende Menschen oftmals auf institutionelle Unterstützung angewiesen.

Der Zusammenhalt ist wichtig

Die Freiwilligen der Nachbarschaftshilfe berichten, wie es ihnen selbst guttut, mit kleinen Hilfestellungen älteren Menschen den Alltag zu vereinfachen. Sie schätzen die gewonnene Beziehung, die manchmal gar zur Freundschaft wird, sehr. Schlussendlich ist die Nachbarschaftshilfe ein Gewinn für alle, denn sie fördert den Zusammenhalt in der Gesellschaft.

Wichtige Ergänzung zu professionellen Dienstleistungen

Das Angebot der Nachbarschaftshilfe wurde durch den Seniorenrat initiiert und ist im Bezirk Küssnacht seit mehreren Jahren sehr willkommen. Die Fachstelle für Gesellschaftsfragen des Bezirks Küsnacht koordiniert das Angebot, das sich als wichtige Ergänzung zu professionellen Dienstleistungen, wie sie vom Schweizerischen Roten Kreuz, der Spitex oder anderen Fachorganisationen erbracht werden, etabliert hat. Wie viele andere Angebote für das Alter wird die Nachbarschaftshilfe von der neu eröffneten Anlaufstelle Info-Punkt-Zäme vermittelt.  

Informationen über Angebote

Ältere Menschen, die sich über eine Unterstützung der Nachbarschaftshilfe des Bezirks Küssnacht freuen würden, wenden sich an die Anlaufstelle Info-Punkt-Zäme Monséjour – Zentrum am See Quaistrasse 2, Küssnacht, Telefon 041 850 08 66 oder alter@kuessnacht.ch. Weitere Informationen über Angebote für das Alter im Bezirk Küssnacht finden Sie im Internet: www.kuessnacht.ch/alter

Besuchsdienste im Bezirk Küssnacht

Im Bezirk Küssnacht engagieren sich die verschiedenen Pfarreien sowie viele Vereine für die ältere Generation mit Besuchen und anderen Aktivitäten. Der Besuch der eigenen Mitglieder ist in jeder Pfarrei etwas anders geregelt. Bei Bedarf geben die Pfarrämter gerne Auskunft. Weitere Informationen im Internet: www.kuessnacht.ch/alter

Freiwillig engagieren?

Personen, die sich für ein freiwilliges Engagement in der Nachbarschaftshilfe von circa 2 bis 4 Stunden pro Woche interessieren, wenden sich bitte an die Fachstelle für Gesellschaftsfragen des Bezirks Küssnacht unter Telefon 041 854 02 91 oder andree.schirtz@kuessnacht.ch. Weitere Informationen für Personen, die sich gerne im Bezirk freiwillig engagieren möchten, finden sich im Internet: www.kuessnacht.ch/freiwillige

Praktisches Beispiel aus der Nachbarschaftshilfe: Gemeinsam einkaufen

Im Bezirk Küssnacht engagiert sich eine Gruppe von Freiwilligen in der Nachbarschaftshilfe. Sie leisten Unterstützung und Gesellschaft im Alltag.

Einer dieser Freiwilligen der Nachbarschaftshilfe ist Karl Büeler (75) aus Küssnacht. Einmal pro Woche unterstützt und begleitet er einen Rentner (83) beim Einkaufen im Grossverteiler. Er macht dies aus Goodwill gegenüber dem älteren, alleinstehenden Mitbewohner. Daneben betreut Karl Büeler im Rahmen der Nachbarschaftshilfe noch zwei weitere Personen.

Begleitung, Beratung und Sicherheit

Der betreute Rentner ist sehr froh um die Hilfe und Unterstützung beim Einkaufen. Alleine fühlt er sich im Grossverteiler unsicher. Ihm fehlt auch die Geduld, die verschiedenen Produkte auszuwählen und in den Einkaufswagen zu legen. Wenn er beim Einkaufen lange stehen muss, wird er schnell müde. Er fühlt sich sicherer, und es ist für ihn bequemer, wenn er von Karl Büeler beim Einkaufen begleitet wird. Dieser kann ihn auch beraten, welches für ihn die besten Produkte sind.

Auch die Gesellschaft ist sehr wichtig

Vor oder nach dem Einkaufen gehen die beiden Männer zusammen einen Kaffee trinken und sprechen dabei über Gott und die Welt, was für beide wertvoll und spannend ist. Für den alleinstehenden Rentner sind die Gesellschaft und die Gespräche mit Karl Büeler sehr wichtig. Zusammengefasst sagt er: «Ich bin sehr dankbar, dass ich dank der Nachbarschaftshilfe Unterstützung, Beratung und Begleitung erhalte. Diese Hilfe ist für die Bewältigung meines Alltags sehr wichtig.»