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Im «Sennpetri», Merlischachen wird ein alter Kastanienhain restauriert

In den vergangenen 20 Jahren ist das Interesse an der Edelkastanie (Castanea sativa Mill.) nördlich der Alpen deutlich gewachsen. Die Gründung der Interessengemeinschaft (IG) Pro Kastanie Zentralschweiz und Initiativen auf behördlicher und privater Ebene, tragen heute zur Erhaltung dieses Kulturguts bei. Altkastanien im «Sennpetri» bei Merlischachen sind Hinweise für die frühere Kastaniennutzung.

Die Edelkastanie wurde in der mittelalterlichen Warmzeit ab dem 12. Jh. und bis zur so genannten «kleinen Eiszeit» im 16./17. Jahrhundert rund um die Zentralschweizer Seen bis etwa 700 m ü.M. im grossen Stil als wichtiges Grundnahrungsmittel kultiviert. Danach verlor die Kastanienkultur an Bedeutung und geriet im 20. Jahrhundert auf der ganzen Alpennordseite fast in Vergessenheit. In den letzten 300 Jahren sind Kastanienhaine bis auf wenige Relikte verschwunden.

Förderung der Edelkastanie

Im Jahre 2000 wurde in Greppen die Interessengemeinschaft (IG) Pro Kastanie Zentralschweiz gegründet. Der Verein will Relikte der ehemaligen Edelkastanien-Haine erhalten und die Vermarktung von Kastanienprodukten fördern. Dazu findet in Greppen alljährlich der grösste Kastanienmarkt der Deutschschweiz im Oktober statt. Die Chestene-Chilbi findet dieses Jahr am 28. Oktober in Greppen statt. In enger Zusammenarbeit mit der IG Pro Kastanie Zentralschweiz unterstützen Bund und Kanton die Förderung der Edelkastanie und wirkt im Verbundprojekt Kastanienhaine Zentralschweiz mit. Seit 2012 wurden in der Zentralschweiz 16 Haine mit einer Fläche von 19.72 ha restauriert oder neu begründet. Davon liegen drei Haine mit einer Fläche von 4.38 ha im Kanton Schwyz (Chilenwald in Ingenbohl, Rufiberg in Arth und Rotschuo in Gersau). Zusätzlich wurden in Gersau und an der Rigi-Nordlehne einzelne Kastanienbäum revitalisiert.

Arbeiten in Merlischachen

Gegenwärtig wird im «Sennpetri», Merlischachen, unter der Leitung des Amts für Wald und Naturgefahren, auf einer Fläche von 0.45 ha Wald ein Hain restauriert. An den Kosten beteiligen sich Eigentümer, Bund, Kanton und Dritte. Die Pflanzung der veredelten Jungkastanienbäume folgt Anfang November 2018. Der Hain liegt im Naherholungsgebiet von Küssnacht, wo sich die zahlreichen Wanderer neben einem prächtigen Ausblick auch bald ob den zusätzlichen Kastanienfrüchten und schönen Edelkastanienbäumen erfreuen können.

Umweltdepartement Kanton Schwyz


Restauration Hain «Sennpetri», Merlischachen
Restauration Hain «Sennpetri», Merlischachen

Datum der Neuigkeit 25. Okt. 2018

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